Allgemeine Infos

Vermittlung

 

Greyhound Protection möchte KEINE Massenvermittlung

Für uns ist die Suche nach der absolut passenden "Sofaecke" ein unabdingbares MUSS.

Deshalb praktizieren wir Tierschutz wie folgt:

  • Bis auf sehr wenige Ausnahmen kommen alle Hunde zuerst auf unsere Pflegestelle in Willich.
  • Ein Tierarzt untersucht sie hier in Deutschland. Die Untersuchungsergebnisse werden den zukünftigen Besitzern mitgegeben.
  • Die Untersuchungen auf Mittelmeerkrankheiten werden in Deutschland von einem Veterinär wiederholt. Der Laborbefund wird selbstverständlich ausgehändigt.
  • Wir geben keine unkastrierten Hunde ab. Sollte eine Kastration erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich sein, wird dies im Übernahmevertrag festgehalten. Selbstverständlich übernimmt GPI die Kosten für die Operation.
  • Sollten andere Operationen notwendig sein, etwa Augenoperationen, Amputationen etc, werden sie vor der Vermittlung der Hundes durchgeführt. Entweder werden die Operationen noch in Spanien durchgeführt, - unsere Partner Tierheime in Spanien ist dies selbstverständlich, da sie nur Tier abgeben, die alle notwendige und erdenkliche Hilfe bereits bekommen haben - oder unser Verein übernimmt die Operationskosten in Deutschland.
  • Über jedes in unserer Pflegestelle lebende Tier können wir Ihnen genaue Auskunft geben und Sie individuell beraten. Galgo ist nicht gleich Galgo, dies gilt natürlich auch für die Greyhounds, und wir vermitteln keine "Überraschungstiere".
  • Jeder von uns vermittelte Hund kann an uns zurückgegeben werden - egal aus welchen Gründen. Keiner unserer Schützlinge kommt in ein Heim oder in ein "Notquartier".
  • Beratung vor und nach der Vermittlung ist für uns eine Selbstverständlichkeit, der wir gerne nachkommen.

So sieht für uns praktizierter Tierschutz aus!

Wir sind stolz darauf fast keine "Rückkehrer" zu haben.

Ihr Greyhound Protection Team

Bei der Vermittlung unserer Hunde können wir für die Tiere keinerlei Garantien übernehmen
  • Wir geben die Hunde nach bestem Wissen und Gewissen ab.
  • Im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten lassen wir sie von Tierärzten untersuchen und behandeln.
  • Es wird ein mediterranes Blutbild, je nach Herkunft (Nordspanien, Südspanien, etc), der Hunde erstellt.

Bei unklaren oder schlechten Ergebnissen werden weitere Untersuchungen durchgeführt.

  • Im Verdachtsmoment wird eine Ultraschallaufnahme des Herzens gemacht.
  • Die Zähne werden entsprechend der Maßgabe der Tierärzte saniert(Zahnstein entfernen, Zähne ziehen, Füllungen einbringen, etc).
  • Im Bedarfsfall werden Röntgenaufnahmen der einzelnen Organe oder Extremitäten gemacht.

Dies alles finanzieren wir aus Spendengeldern. Daraus resultierend werden wir nie so viele Hunde in Pflege nehmen können, wie die meisten anderen Vereine, auch wenn sich die Interessenten mehr „Auswahl“ wünschen.

Wir stehen unseren Adoptionseltern immer bei, wenn sie wegen etwaiger Tierarztkosten, die durch einen unserer Hunde verursacht wurden, in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Gemeinsam haben wir bisher immer eine Lösung gefunden und ihnen mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Auch wenn viele Menschen speziell diese unsere Bemühungen als selbstverständlich ansehen, kaum ein anderer Tierschutzverein oder gar Züchter engagiert sich über die Vermittlung hinaus so intensiv wie wir.

In diesem Zusammenhang bitten wir aber auch zu verstehen, dass wir alle für GPI ehrenamtlich arbeiten und ab und an einer bezahlten Arbeit nachgehen müssen. Falls Sie uns also nicht auf Anhieb telefonisch oder per Mail erreichen, bedeutet das nicht, dass wir gerade feiern, weil wir jetzt endlich den Hund an Sie „losgeworden“ sind ;o)))

Bedenken Sie bitte, dass Sie von uns einen Hund bekommen haben, der eine Vergangenheit hat. Wir „verkaufen Ihnen kein „Mängelexemplar“, sondern wir vertrauen ein Lebewesen Ihrer Obhut an, an dessen Weiterentwicklung wir sehr interessiert sind.

Bei all unseren Bemühungen, Vorbereitungen und Untersuchungen erkennen auch wir manchmal nur augenscheinliche Erkrankungen.

Vor kurzem sagte uns ein Biologe:“ Ein Blutbild ist kein Blutbild, eine ärztliche Meinung ist keine Meinung!“ Deshalb ist es ratsam, bei Unklarheiten eine zweite ärztliche Meinung einzuholen.

Ist der Hund z. B. bei seiner Untersuchung etwa gestresst und aufgeregt, so verfälschen diese Umstände manchmal schon das Untersuchungsergebnis. Und auch der „beste“ Tierarzt kann anhand seiner Untersuchungen unzutreffende Diagnosen stellen.

Hierzu noch ein Beispiel:

Ein Tierarzt soll bei der Untersuchung das Gesamtbild eines Hundes, in unserem Fall eines Windhundes, beurteilen. Wir, die wir uns seit Jahren mit Windhunden beschäftigen wissen, ein typisches Anzeichen von Stress ist beim Windhund eine starke Schuppenbildung. Bei der Untersuchung eines unserer Hunde deutete die Tierärztin die Schuppenbildung als unzureichend gepflegtes Haarkleid.

Wir tun unser Möglichstes, um Ihrem Hund, aber auch Ihnen selbst die Sicherheit zu geben, dass alles getan wurde, um Ihnen beiden den besten Start in ein gemeinsames Leben zu ermöglichen. Hierzu ist aber von beiden Seiten auch ein ausreichender Informationsaustausch nötig. Wir möchten sehr gerne den weiteren Kontakt zu Ihnen und Ihrem neuen Tier, auch nach der Vermittlung, halten. Nur so können wir Ihnen bei eventuell auftretenden Problemen helfen.

Wir weisen jedoch ausdrücklich darauf hin, dass die von uns gestellten Hilfeleistungen, wie Verhaltens - oder Gesundheitsberatung, Ergebnisse unserer langjährigen Erfahrungen sind. Sie sind auf keinen Fall Ersatz für die Konsultation eines Tierarztes oder eines Verhaltenstherapeuten. Bitte gehen Sie mit dem nötigen „gesunden Menschenverstand“ vor! Beobachten Sie Ihr Tier sehr genau. Es kann durchaus sein, dass Ihr Hund versucht Unwohlsein, Stress oder Schmerz vor Ihnen zu verbergen, da dies im neuen „Rudel“, also bei Ihnen zu Hause, Schwäche bedeuten würde.

Überspitzt formuliert würden wir sagen: Ein Hund, der seit 3 Tagen an Durchfällen leidet, benötigt nicht unsere Hilfe, sondern die eines Tierarztes.

Zusammen mit dem Vertrag haben Sie ein Informationsblatt mit den Adressen von Tierärzten bekommen, die Windhund erfahren sind oder sich mit Mittelmeerkrankheiten auskennen. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, und nicht alle der genannten Tierärzte sind von uns selbst bereits konsultiert worden. Sie soll Ihnen als Hilfestellung bei der Wahl eines Tierarztes dienen, da sich viele Tierärzte nicht oder nur unzureichend mit den, auch medizinischen, Besonderheiten von Windhunden auskennen. Wir möchten verhindern, dass Diagnosen aufgrund fehlerhafter Interpretationen der Untersuchungsergebnisse gestellt werden.

Vorkontrolle

Wenn Sie uns auf der Pflegestelle besucht und sich für ein bestimmtes Tier zur Adoption entschieden haben, dann werden wir gerne mit Ihnen einen Termin zu einer Vorkontrolle vereinbaren.

Bei diesem Termin können evtl. noch offen stehende Fragen durch unsere Mitarbeiter gemeinsam mit Ihnen besprochen werden.

Eine "Besichtigung" des zukünftigen Zuhauses unserer Tiere ist für uns eine dringende Notwendigkeit, denn viele unserer Hunde haben in ihrem Leben schon sehr viel mitgemacht. Durch eine ausführliche Beratung und basierend auf den Eindrücken, die wir in Ihrer Wohnumgebung gewonnen haben, möchten wir uns ein möglichst hohen Maß an Einsicht und Sicherheit verschaffen, so dass unsere Hunde nur noch dieses eine Mal umziehen und nicht zu so genannten Rückläufern werden.

Wir bitten Sie um Ihr Verständnis, dass wir auch eine Schutzgebühr verlangen. Sie versteht sich zur Deckung der Kosten, die dem Verein vor Ort für Tierarztkosten, sprich: Untersuchungen, Impfungen Kastrationen, Wurmkuren, aber auch für Futter etc. entstanden sind.

Sollten Sie das Tier zurückgeben wollen oder müssen, wird diese Gebühr keinesfalls ersetzt.

Wenn wir, nachdem wir Sie kennen lernen durften, der Ansicht sind, dass Sie und unser Tier zusammenpassen könnten, dann werden wir mit Ihnen einen Termin zur Adoption des Hundes vereinbaren.

Lassen Sie uns aber bitte die Zeit, alles was noch ansteht, etwa Tierarztbesuche, in Ruhe mit dem Hund zu erledigen.

Übernahmevertrag
Mitgliedsantrag
Trennungsangst

Sie tritt bei Hunden auf,

  • die entweder eine besonders starke Bindung zu ihren Besitzern haben
    (die Hunde sind bemüht, ständig in der Nähe ihrer Menschen zu sein und laufen überall
    mit hin).
  • bei denen eventuell eine traumatische Situation während des Alleinseins aufgetreten ist, oder die
    allein gelassen oder ausgesetzt wurden.
  • die niemals gelernt haben, alleine zu bleiben.

Für diese Hunde bedeutet Alleinsein STRESS, der sich in körperlichen Symptomen äußern kann, wie:

  • Herzrasen,
  • vermehrter Speichelfluss,
  • unkontrollierter Kot- und Harnabsatz,
  • Erbrechen,
  • Zittern am ganzen Körper u.a.
  • Wenn der pychische Stress zu stark ist, versucht der Körper Wege zu finden, diesen Druck durch bestimmte Stress abbauende Verhaltensweisen zu vermindern.

Dazu dienen verschiedene Strategien wie

  • das Zerbeißen v. Gegenständen (oft solche, die mit dem Geruch des Besitzers behaftet sind)
  • das Kratzen und Beißen an der Haustür / an Fenstern
  • der Kontrollverlust über die Schließmuskel,
  • lang andauerndes Bellen, Weinen oder Winseln.

Machen Sie sich frei von menschlichen Wertvorstellungen!

Der Hund bellt nicht, weil er „protestiert“ und seine Menschen nur für sich haben will; er zerstört Dinge nicht, weil er sich „rächen“ will („Rache“ gibt es im Verhaltensrepertoire von Hunden überhaupt nicht).

Machen Sie nicht den Fehler, Ihren Hund für sein Fehlverhalten zu strafen!

Für einen Hund, der unter „Trennungsangst“ leidet, ist STRAFE niemals eine geeignete Therapie-Maßnahme. Stattdessen schüren Strafen zusätzliche Angst, etwa vor Ihrer Wiederkehr. In dieser Situation zeigt der Hund das Unterwürfigkeitsverhalten, weil er an Stress leidet, mit Stress abbauendes Verhalten reagiert, der Besitzer bei seiner Rückkehr wütend wird( der Hund hat ja etwas angestellt) und er immer bestraft wurde, vermeintlich weil der Besitzer sein verhalten interpretiert als; „Er weiß ganz genau, was er gemacht hat“.

Ziel sollte es sein, das Hundeverhalten dahingehend zu verändern,
dass beim Alleinsein kein Stress-Zustand mehr auftritt!

  • 1. Im Haus sollte öfters eine kurze Trennungssituation geschaffen werden. Verlassen Sie das Zimmer, in dem Sie sich gemeinsam mit dem Hund befinden, alleine. Gehen Sie evtl. in den Keller zum Wäsche aufhängen, leeren Sie den Briefkasten, oder suchen Sie die Toilette auf. Die Türen müssen Sie, wie erwähnt, hinter sich schließen.
  • 2. Sind Sie mit dem Hund in einem Zimmer, sollten Sie zu ihm eine zunehmende räumliche Distanz aufbauen. Dies lässt sich mit einer Hinlegen- (Platz/Bleib) Übung trainieren. Diese Kommandos sollten natürlich vorher sicher trainiert werden. Bleibt der Hund in einer gewissen Entfernung liegen, loben Sie ihn (dazu gehen Sie zu ihm hin und belohnen ihn mit tollen Leckerchen). Bitte loben Sie ihn nicht, wenn er zwischendurch aufsteht und versucht, zu Ihnen zu kommen.
    Nach und nach sollte sowohl die Entfernung, als auch die Zeitspanne des Liegens verlängert werden. Dazu empfiehlt es sich, die Schlafdecke des Hundes zu benutzen, da er hiermit Entspannungssituationen verknüpft.
  • 3. Der Hund darf Ihr KOMMEN und GEHEN nicht zu aufregend finden:

Weggehen:
Hier müssen bestimmte Abschieds-Signale "entkoppelt" werden, die sonst unbe-
merkt zur Entwicklung einer Stressreaktion beigetragen haben,

Zuerst sollten kurze Trainings-Einheiten geübt werden, in denen der Hund möglichst die Platz-
Bleib-Übung ausführt:

1. kurz weggehen,
2. wiederkommen, bevor der Hund Stress bekommt
Man entkoppelt das Signal "Haustür", diese Zeitspanne langsam steigern.

  • Den Schlüssel des Öfteren nebenbei in die Hand nehmen und nach kurzer Zeit wieder hinlegen,ohne jedoch wegzugehen.
    Man entkoppelt das Signal "Schlüssel".
  • Jacke und/oder Schuhe anziehen, ohne wegzugehen.
    Man entkoppelt das Signal "Anziehen".
  • Beim wirklichen Weggehen, die Schuhe und Jacke möglichst draußen anziehen, evtl. über
    eine Kellertür aus dem Haus gehen.
  • Abschiedszeremonien wie z.B. "und schön artig sein...........", in einem mitleidigen Ton,
    verbunden mit Streicheln ganz und gar weglassen (Hunde untereinander kennen KEINE
    Abschiedsszenen)!!!
  • Vor dem Alleinlassen, sollte der Hund genügend Bewegung gehabt haben und müde sein.
    Jedoch sollte zwischen dem letzten Spaziergang und dem Weggehen ein ausreichender
    zeitlicher Abstand von mindestens 30 Minuten liegen.
  • Ca. 30 Min. vor dem Weggehen, sollte der Hund nicht mehr so stark beachtet werden.
  • Besondere "Gemütlichkeits-Rituale", wie Fernseher oder Musik, die Sie sonst zusammen mit dem
    Hund genießen, nutzen. Dies bedeutet, den Fernseher und die Musik laufen lassen, sobald Sie
    das Haus verlassen.

Sie kommen nach Hause:

Sie sollten den Hund nicht zu stürmisch begrüßen (Anspringen ignorieren, d.h. drehen Sie sich bitte weg, oder verschränken Sie die Arme, sagen Sie nichts, schauen Sie weg, bis Ihr Hund sich beruhigt hat. Dann sagen Sie evtl. Sitz/Platz und loben ihn.

Ihre Heimkehr sollte etwas ganz Normales sein und keine „ERLÖSUNG“, warten Sie deshalb auch mit der Gassi-Runde noch einige Zeit (15-30 Min.)!

Bei starkem Zerstörungs-Verhalten kann die Benutzung einer Therapiebox in der Anfangsphase von großem Nutzen sein. Diese hat den Vorteil, dass der Hund ein Gefühl von Geborgenheit erleben kann, sozusagen eine Höhle zum Rückzug geboten bekommt.

Auf jeden Fall muss der Hund eine positive Verknüpfung mit der Box aufbauen können. Zuerst wird er täglich darin gefüttert, es wird mit ihm darin gespielt, Lieblingsdecke und Lieblingsspielzeug kommen hinein; dies alles erfolgt unbedingt bei geöffneter Box-Tür.

Wenn er ohne zu zögern hineingeht, sollte er die Platz-Bleib-Übung darin ausführen und viel Lob dafür ernten. Dies sollte anfangs noch bei geöffneter Tür, später dann mit geschlossener Tür geübt werden, bitte langsam von Sekunden auf Minuten steigern.

Sollten Sie Ihren Hund nach genügend langer Gewöhnungszeit in der Box allein lassen, geben Sie ihm zur Beschäftigung / zum Abreagieren etwas zum Zerbeißen hinein (Kauknochen, Stock, Spielzeug).

Muss ein Windhund auf die Rennbahn? - Wie wird man einem Windhund gerecht?

(mit freundlicher Genehmigung des DWZRV -Deutscher Windhundzucht- und Rennverband-)

Muss ein Windhund auf die Rennbahn?

Man kann einen Windhund auch dann artgerecht halten, wenn er seinen regelmäßigen freien Auslauf bekommt. Für eine artgerechte Haltung von Hunden und auch von Windhunden im speziellen ist die "Rudelstruktur" , d.h. die Integration innerhalb der Familie wichtiger als der oft überbewertete Bewegungsdrang. In der Praxis zeigt sich oft, dass den Windhunden generell ein angeblich "unbändiger Bewegungsdrang" nachgesagt wird, der nur auf der Rennbahn oder im Coursing befriedigt werden kann. Das ist grundsätzlich nicht richtig: Denn der Einsatz bei Hunderennen und Coursing sind kein Auslaufersatz, vielmehr folgt der Windhund seinem angeborenen Instinkt und je nach Rasse, verausgabt er sich bei so einer forcierten Hetzjagd völlig und überschreitet teilweise seine körperlichen Grenzen. Hier dürfen nur sachgemäß vorbereitete und trainierte Hunde an den Start gehen. Hunderennen und Coursing als Auslaufersatz oder Bewegungsmöglichkeit anzusehen ist sträflich und kann unter Umständen sogar Tierquälerei sein. Aus wirtschaftlichen Gründen sind die Rennvereine daran interessiert viele Mitglieder und Teilnehmer an den Veranstaltungen und Trainings zu haben, in den seltensten Fällen erfolgt eine Aufklärung der Hundebesitzer und Neulinge. Am Ende ist immer der Hundebesitzer verantwortlich gegenüber dem Tierschutzgesetz, seinem Hund keine Leistungen abzuverlangen, die er nicht bzw. nur unter Umständen erbringen kann.

Wie wird man einem Windhund gerecht?

Windhunde sind Hetzjäger und als solche ursprünglich gezüchtet. Viele der unterschiedlichen Windhundrassen haben ihre besonderen Rasseigenheiten. Windhundrennsport hat nichts mit Windhundhaltung an sich zu tun, er ist ein sportlicher Wettbewerb, an dem die Hundebesitzer mit ihren Hunden teilnehmen. Windhundrennen sind keine Art Ersatz für Auslauf, sondern Hochleistungssport, der ein gezieltes sachgemäßes Training voraussetzt.Beim Windhundrennen und noch mehr beim Coursing werden den Hunden Leistungen abverlangt, die sie nur in Topkondition erbringen können. Weil der Windhund beim Anblick des flüchtenden Hetzobjekts hinterherhetzt, heißt nicht, dass er das aus Freude macht. Der Hetztrieb wird automatisch ausgelöst und ist ein angeborener Instinkt, den der Hund ohne emotionale Beteiligung zwanghaft ausführen muss. Durch die Befriedigung des Hetztriebes werden Neurotransmitter im Hirn freigesetzt, die dem Hund eine Art Glücksgefühl bescheren.


Anmerkung von Greyhoundprotection International e.V.

Jeder Hundefreund, der von GPI einen Greyhound oder einen Galgo Espanol adoptiert hat, verpflichtet sich vertraglich, diese Hunde weder auf der Rennbahn, noch beim Coursing laufen zu lassen!

Sicher haben Sie sich den oben stehenden Text sehr genau durchgelesen und verstehen unsere vertraglichen Bedingungen.

Die Windhunde, die wir aufnehmen und weiter vermitteln haben ihre „Renn – oder Jagdkarriere“ hinter sich und so soll es auch bleiben! Die Greys, aber auch die Galgos, die wir auffangen, sind von Welpenalter an (viel zu früh!) als Hochleistungssportler ausgebeutet worden. Die Hunde waren weder von ihrer körperlichen Entwicklung (Knochenbau, etc) noch von ihrer geistigen dazu ausgereift, ein derart strapaziöses Leben zu führen.

Sollten Sie also einen Hund bevorzugen, der zum Coursing oder auf die Rennbahn gehen soll, auch wenn Sie diese Orte nur unregelmäßig aufsuchen – was ebenso fatale Folgen für die Tiere hat, dann bemühen Sie sich bitte um einen gesunden Hund von einem guten Züchter. Aber bitte, auch dieser Hund muss, bevor Sie ihn zum Hochleistungssport einsetzen, von einem Tierarzt untersucht werden, der sich mit der Problematik der Rennbahnen und der dort laufenden Hunde auskennt. Und Sie sollten sich eingehend mit diesem Thema auseinander gesetzt haben.

Es werden im Hinblick auf den sportlichen Einsatz der Hunde so viele Fehler gemacht, dass wir es nicht begreifen können. So werden Windhunde mit dem Auto zu so genannten „Windhundausläufen“ gebracht, aus dem Auto gelassen und dann dürfen sie sofort lossprinten, ohne dass sie sich vorher bewegt und ihre Muskulatur aufgewärmt haben. Wenn Sie so bei einem Terrier oder anderen Hunderassen verfahren, dann geht es meistens für die Hunde gut aus. Machen Sie dies jedoch bei einem Windhund, so kann es fürchterliche Folgen für Ihren Hund haben. Bitte lesen sie dazu auf unserer Homepage das Kapitel „Greyhoundsperre“.

Schließlich wissen wir alle, dass auch die menschlichen Hochleistungssportler viel Zeit vor ihren Wettkämpfen mit dem Aufwärmen, mit Dehn – und Streckübungen verbringen, damit sie sich keine Verletzungen zuziehen. Warum sollten wir unseren Hunden so etwas zumuten?????