Wir stellen uns vor

Nina Jordan

Eine Postkartenaktion veränderte Vieles
Einige Jahre verbrachten wir, Nina und Karl-Heinz Jordan unsere Urlaube damit, in dem nordspanischen Tierheim Manresa zu helfen.Als vor 15 Jahren die Welt zusehends „online“ ging, war dieses Tierheim das 1. spanische, welches eine Homepage hatte. Es war eine kleine Sensation, als der erste Hund durch diese Internetpräsenz nach Deutschland
vermittelt werden konnte.
Ina Erwien, die damals noch in Spanien lebte und auch im Tierheim half, lernten wir kennen. Auch andere Deutsche, die wie wir bereits jahrelang in ihren Urlauben nach Spanien fuhren, haben dort „laufen gelernt“; praktisch das „Handwerk“ des Auslandstierschutzes mit allen Facetten von der Pieke auf gelernt.
Bis heute sind sie -wie wir- nicht mehr losgekommen von der Passion zu helfen.
Fast alle ehemaligen Helfer im Tierheim Manresa sind immer noch mit Leib und Seele dabei. Vielleicht auch, weil wir nicht mal kurz für nur ein paar Tage das Elend und die Not vor Ort erlebt haben.
Ina Erwien, die mittlerweile wieder in Deutschland lebt, hilft seit dem Marc Junjent von der Streunerhilfe Katalonien bei der Vermittlung der Katzen.
Sabine und Hartmut Weber haben den Verein der Tierschutzengel gegründet, Birte Kaiser gründete Spanische Tiere e.V. und andere mehr, die ich noch nennen könnte.
So kam es dass ich vor 15 Jahren online von einer Protestkartenaktion erfuhr, die gegen die Misshandlung der Galgos in Spanien demonstrierte. Zuvor hatte ich aber niemals etwas von dem grausamen Umgang der Jäge mit diesen Hunden gehört, noch dazu dass es diese Rasse überhaupt gab.
Auch in Spanien selbst war dieses Thema überhaupt nicht publik. Und schon gar nicht in Nordspanien wo es diese Rasse nicht gab, da die Jäger mit den Galgos nur den Hochebenen jagen.
Da ich im Laufe der vielen Jahre etliche Kontakte zu Tierschützern aufgebaut hatte, bestellte ich einen ganzen Rutsch Postkarten. So kam es also dass der Initiator dieser Protestkartenaktion uns mit seinem damaligen Greyhound zuhause besuchte und uns Vieles über die Ausbeutung der Windhunde erzählte. Ich hatte zuvor niemals live einen Ex-Rennbahnhund gesehen und ich weiß noch dass ich von diesem tollen Hund mit diesem unbeschreiblich sanften und ruhigen Wesen, sehr beeindruckt war. Ralf Scherrers war Gründer und Vorsitzender von Greyhound Protection International e.V. und ich war
geschockt über das was er berichtete, ahnte aber noch nicht was das für Konsequenzen haben sollte; wie dies das Leben meines Mannes und mir verändern sollte. Die Lebensumstände von Ralf Scherrers änderten sich und so fragte er mich eines Tages ob ich mir vorstellen könnte, die Leitung des Vereins zu übernehmen. Eigentlich konnte ich mir das damals gar nicht vorstellen... Der Verein war gerade mal ein halbes Jahr alt, aber angesichts der Wichtigkeit rund um da Thema der so sehr unbekannten Windhundausbeutung, auch die Medien berichteten nichts darüber, ließ mich der Gedanke nicht mehr los. Man musste doch etwas tun! Und so sagte ich zu -auch zum Erstaunen meines Mannes- der aber schon einiges in Sachen Tierschutz mit mir durchgestanden hat.
Alles nahm seinen Lauf. Ich lernte Barbara Wurm kennen, die auch Gründungsmitglied war und sie versprach, mir als 2 Vorsitzende mit Rat und Tat beiseite zu stehen. Wir lernten Ann Watzdorf kennen, die mit uns gemeinsam so manche Hürde genommen hat. Was soll ich sagen?! Ohne die Hilfe und Unterstützung von ihnen und meinem Mann hätte ich es auch nicht machen können; hätte ich es auch nicht alles geschafft. Ich rutschte also immer tiefer in die „Windhundszene“ hinein. Diese war –wie gesagt- damals noch sehr, sehr klein. In England gab es Anne Finch, die zu der Zeit Greyhounds in Need gegründet hatte. Dadurch lernten wir Siggi Schulz kennen, die sich hier in Deutschland um die Vermittlung der Greyhounds kümmerte und dies heute noch für GPI e.V. macht.
In der Schweiz gründeten sich die ersten Vereine sowie in Frankreich. In Holland wurde Stichting Greyhounds in Nood von Resy Haanen gegründet.
Viele Aktionen, wie die Auflösung der kommerziellen Rennbahnen auf Mallorca, in Neapel, Rom, Barcelona, haben wir seitdem miterlebt und unterstützen können.
Im Laufe der 15 Jahre hat sich zum Glück vieles verbessert, viele Vereine in Deutschland und Spanien selbst haben sich gegründet.
Es gibt Demonstrationen, Aufrufe, Petitionen, Mahnwachen und andere Aktionen in spanischen Städten und auch die Medien greifen die Ausbeutung der Galgos immer häufiger auf. Das wäre früher nicht denkbar gewesen!
Doch bei all den vielen kleinen positiven Entwicklungen in Spanien sieht die Situation für die Greyhounds immer noch nicht gut aus. Hier ist noch sehr viel Handlungsbedarf.
Vielleicht liegt es auch daran, dass Spanien für die Nordeuropäer nach wie vor ein beliebtes Urlaubsziel ist und wir uns eher mit dem Elend der Tiere dort konfrontiert sehen?
Aber vielleicht liegt es auch daran, dass die die Iren so sehr anders „ticken“. Eine Zusammenarbeit zwischen irischen Tierschützern, Greyhoundzüchtern und den für die Greyhoundrennen zuständigen Verbänden und Institutionen gestaltet sich immer wieder als sehr schwierig. Es gibt hier noch echte Pionierarbeit zu leisten und wir müssen gemeinsam für eine verständnisvollere Zusammenarbeit werben.
Ich hoffe nicht, dass dies nochmals 15 Jahre in Anspruch nehmen wird....
Dennoch, bitte denken Sie nicht, dass die Galgos in Spanien jetzt ein gutes Leben haben, auch hier dürfen wir nicht unsere weitere, intensive Hilfe verwehren!
Auch hier geht es nach wie vor nicht ohne vereinte Kräfte damit diese zarten Wesen in absehbarer Zeit ein lebenswertes Leben führen können.

Barbara Wurm

Ich lebe zusammen mit meinem Bruder und meiner Schwägerin in Troisdorf-Spich und bin 1999 eher durch Zufall auf das Thema Greyhounds und Galgos gestoßen. Daraus entstand der Gedanke einen Verein zu gründen, der sich auf die Problematiken dieser beiden Rassen spezialisiert. 

Ich arbeite auf einem Abenteuerspielplatz und widme meine freie Zeit vor allem den Tieren, die bei uns wohnen. Geflügel, Tauben und Kleintiere, aber auch Hunde und Katzen bereichern unser Leben.

Inga Freund

Das Wesen der Windhunde hat mich magisch angezogen und so bin ich 2011 zu GPI gekommen. Erst als Unterstützung bei den Messeständen, aber seit 2014 auch als Ansprechpartnerin für unsere Interessenten. Die vielen heimatlosen Seelen aus Irland und Spanien berührten mich und ich wollte mehr über ihr Schicksal erfahren, bin daher auch in Spanien bei Marc, Andrea und Pilar in Katalonien und Zaragoza gewesen. Es ist toll was die Menschen dort jeden Tag leisten, und wir sind mit unserer Arbeit hier in Deutschland eine wichtige Unterstützung damit sie weiter machen können. Das ist schön zu wissen!  ...und für einen unserer Schützlinge ein Zuhause zu finden, das freut mich jedes Mal auf Neue.

Siggi Schulz

Vor 11 Jahren habe ich mich als Mitglied GPI angeschlossen. Seit 2012 arbeite ich offiziell im Vermittlungsteam als Ansprechpartner für Greyhoundadoptionen mit. Durch 21 Jahre Zusammenleben mit mehreren Greys gleichzeitig, habe ich eine Menge wichtiger Erfahrungen gesammelt. Die Suche nach liebevollen Menschen die einem Greyhound ein Zuhause geben ist zwischenzeitlich zu einem Teil Lebensinhalt für mich geworden. Ich möchte vor und besonders nach der Übernahme eines unserer GPI-Greyhounds voll umfänglich und mit viel Freude helfen, dass Hund und Adoptant zusammen glücklich werden.

Alexandra Olles

GPI habe ich durch meine Freunde Dirk und Lisa kennengelernt und war recht schnell von dem großen Engagement des Vereins und den wundervollen Windhunden begeistert. 2011 hab ich meine erste Galga Lucy adoptiert, in 2012 folgte die Greyhündin Molly und 2015 hat sich der Greyrüde Henry zu uns Mädels gesellt. Seit 2012 bin ich für die Organisation der Windhundspaziergänge, für den unliebsamen Papierkram rund um die Mitgliederverwaltung & Vermittlungen und den Standdienst auf Messen zuständig.

Ann Watzdorf

Seit über 20 Jahren begleiten mich Windhunde. Momentan sind es eine Galgolette, drei Italienische Windspiele und vier Katzen, die sich auch irgendwie für Windhunde halten...

Seit 2005 bin ich Mitglied bei Greyhound Protection. 

Da ich ziemlich öffentlichkeitsscheu bin, unterstütze ich GPI aus dem Hintergrund und kümmere mich um Buchhaltung, Steuern, Versicherungs- und Rechtsangelegenheiten.