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Dorothee Dahl
„WINDhunde schnell - sanft - liebenswert“
Cadmos Verlag, Brunsbek
ISBN 978 - 386127798 - 9
Preis: 29,95 Euro
Dorothee Dahl schenkt uns Windhundliebhabern mit ihrem neuen Buch „WINDhunde schnell - sanft - liebenswert“ eine eindrucksvolle Bestätigung dessen, was wir ja schon immer wussten, unsere Windhunde sind etwas Besonderes.
Schon in ihrem Vorwort „Eine Seele auf vier Pfoten“ beschreibt sie eindrücklich, was wir Windhundbesitzer täglich aufs Neue erfahren und was uns an unseren Hunden so fasziniert, Windhunde haben das besondere Etwas, das was den Menschen, der einmal mit ihnen in Berührung gekommen ist, nicht mehr loslässt.
Unterhaltsam informiert sie den Leser über die Herkunft, die Aufgaben die ihm früher zufielen, die verschiedensten Windhundrassen, deren Aussehen und rassetypischen Eigenheiten. Dabei verweist sie sowohl auf die Rassen, die vom FCI anerkannt sind, als auch auf solche, die diese Anerkennung noch nicht erhalten haben.
Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass die Autorin auch den Tierschutz als Möglichkeit erwähnt einem Windhund ein neues Zuhause zu geben. Dabei zählt sie die Vorteile auf, die es mit sich bringt, wenn man einen ausgewachsenen älteren Hund zu sich nimmt, spricht aber auch eventuelle Nachteile an, die sich daraus ergeben könnten. Da die Tierschutzhunde vor allem ein Recht auf ein endgültiges Zuhause haben, sollte dies den Leser dazu anregen, sich über seine emotionalen und finanziellen Möglichkeiten Klarheit zu verschaffen, bevor er sich für einen Hund aus dem Tierschutz oder vom Züchter entscheidet.
Erfreulich ist es zu lesen, dass sie auch den Windhundmischlingen ein Kapitel widmet, werden sie doch sonst eher stiefmütterlich in der Literatur behandelt.
Dorothee Dahl versucht Entscheidungshilfen zu geben, wenn der Wunsch nach einem Windhund die Frage nach der geeigneten Rasse aufwirft. Tipps zur Haltung, Fütterung, Pflege und zum benötigten Auslauf folgen. Auch die Themen Krankheiten, sinnvolle Beschäftigung, Probleme mit dem Windhund und Ausstellungen finden in ihrem Buch einen Platz.
Was mich als Leser dieses Buches neben dem Informationscharakter jedoch am meisten beeindruckt sind die gefühlvollen Bilder, mit denen Dorothee Dahl ihr Buch liebevoll gestaltet hat. Auf jeder Seite sind Farbfotos von Windhunden aller Art, die tief in die Seele dieser wunderbaren Hunde hineinblicken lassen.
Danke für dieses schöne Buch Frau Dahl, wer nach dem Lesen dieses Buches kein Windhundfreund geworden ist, dessen Seele kann nichts berühren.
Beatrice Tenhaef
Ulrike Feifar
Bekommt der Hund denn nichts zu fressen?
Der Galgo Espanol und seine Windhund-Verwandten
Preis: 12,50 Euro
Bestellung bei: yvonnekumbier@aol.com
Die Autorin Ulrike Feifar möchte mit ihrem Buch „Bekommt der Hund denn nichts zu fressen“ allen Menschen, die sich für den Galgo Espanol interessieren und ihm vielleicht ein neues Zuhause schenken wollen, bebilderte Informationen und Erfahrungsberichte an die Hand geben, welche sie durch die Zeit ihrer Tierschutzarbeit mit diesen Hunden sammeln konnte. Unterhaltsam berichtet sie über den Ursprung des Galgo Espanol und über seine Geschichte. Dies führt natürlich unweigerlich zu den heutigen, unhaltbaren Zuständen in Spanien, die die Tierschützer veranlassen, sich für diese äußerst liebenswerten Hunde einzusetzen. Durch eine Rasse - und Charakterbeschreibung bringt sie dem Leser die Art der Galgos sehr nahe und verweist auch auf ihre, durch den Charakter bedingten, Eigenschaften als Therapiehund eingesetzt zu werden.
Ein wichtiges Kapitel widmet sie der Anschaffung eines Galgos. Darin führt sie alle Vorteile eines Windhundhausgenossen auf, verschweigt aber keinesfalls die Probleme, die sich einstellen können, wenn man ein Tier zu sich nimmt, dass mit unserer Art zu leben bisher nur wenige oder gar keine Berührungspunkte hatte.
Wie der Titel schon verrät, ist man als Windhundbesitzer nur allzu oft dem Gespött der anderen Hundebesitzer ausgesetzt, die auf Grund ihres mangelnden Wissens immer noch meinen, dass ein Windhund, dessen Rippen zu sehen sind, unterernährt sei. Deshalb wird auch der Ernährung eines Windhundes ein Kapitel zugedacht.
Welche Krankheiten ein Hund aus Spanien mitbringen könnte, welche Möglichkeiten es gibt sie zu behandeln und was man sonst noch über Krankheiten bei Hunden wissen sollte, schildert die Autorin in dem Kapitel „Krankheiten“.
Anschließend gibt sie noch eine kurze Übersicht über andere Windhundrassen bevor der Teil des Buches kommt, der dem Leser sicher sehr zu Herzen gehen wird: die Lebensgeschichten einzelner Galgos, oftmals aus der Sicht des Hundes erzählt, was sie noch bewegender macht.
Alles in allem hat Frau Feifar ein Buch geschrieben, dass vor allem „Windhundanfängern“ helfen kann, sich mit den Hunden auseinander zu setzen und sich vor der Adoption eines Hundes genau zu überlegen, ob man dem, was da auf einen zukommen kann, auch wirklich gewachsen ist. Denn fast jeder Galgo, der hier ein neues Zuhause findet, hat bisher in Spanien nur Ablehnung, Trennung, Schmerz, Hunger und Angst verspürt. Das sollten die neuen Besitzer ihm ersparen und deshalb sollten sie sich vor der Anschaffung eines Galgos darüber im Klaren sein, dass er hier bei uns ein endgültiges Plätzchen auf dem Sofa sucht und finden möchte.
Ulrike Feifar
"Warme Socken für arme Socken"

Ein Leben für den Galgo Espanol (Tagebuch über das Leben in Spanien von Ulrike Feifar)
176 Seiten mit umfangreichem Bildmaterial
Preis EUR 12,50 plus EUR 2,20 Inlandsporto
Auslandsporto bitte bei Bestellung erfragen.
Zu bestellen bei Yvonne Kumbie
Bestellung bei: yvonnekumbier@aol.com
Rebecca Sytlof
„Spaniens vergessene Hunde“
MariPosa Verlag Berlin
In ihrem Buch „Spaniens vergessene Hunde“ beschreibt die Autorin Rebecca Sytlof sehr eindringlich das Schicksal der Galgos in Spanien. Sie schildert offen und ohne Verharmlosung die Lebenswege von vier verschiedenen Hunden: vom ausrangierten „Gebrauchsgegenstand“ hin zu einem geliebten Haustier. Dabei klärt sie sehr deutlich über die Probleme auf, die durch die Aufnahme eines derart traumatisierten Hundes auftreten können, aber nicht zwangsweise auftreten müssen. Im zweiten Teil ihres Buches stellt die Autorin viele Einzelschicksale in Wort und Bild vor. So kann der Leser sich ein Bild von den vielfältigen körperlichen und seelischen Misshandlungen dieser liebenswerten und duldsamen Geschöpfe machen, die ihnen täglich, Jahr für Jahr von den spanischen Jägern zugefügt werden. Auch die endlose und oft seelisch belastende Arbeit der Tierschützer stellt sie auf diese Weise dar. Wer sich für Tierschutz interessiert und als „Einsteiger“ zum ersten Mal einem Galgo ein Zuhause geben möchte, der wird in diesem Buch interessante und wichtige Informationen finden, die es ihm ermöglichen, die Hunde besser zu verstehen. Die für unser Empfinden grausamen Schilderungen des Umgangs mit diesen Tieren sollte uns nicht abschrecken, sondern aufrütteln und ermutigen, dieses Wissen weiter zutragen, um den Hunden auf lange Sicht zu helfen.
Aber auch Kennern der Rasse und deren Schicksal in Spanien werden mit Interesse in diesem Buch lesen. So schrieb ein Mitglied unseres Vereins, das dieses Buch schon gelesen hatte, Folgendes:
Dieses Buch haben wir seit Dezember 2005. Mit großem Interesse haben wir es gelesen und dabei ist auch mal eine Träne geflossen. Im Ergebnis aber mussten wir feststellen, dass wir unseren Sulti (Sultan, der Galgorüde der Familie) ein Stück besser verstehen können. Für alle diejenigen, die sich für einen „Spanier“ interessieren, dient das Buch mit Sicherheit als Erweiterung des Hintergrundwissens und des Verstehens der ganzen „Szene“. Obwohl wir uns seit langer Zeit mit der Rasse und der damit zusammenhängenden Problematik beschäftigen und versuchen, jede Info zu erhaschen, haben wir das Gefühl, dass dieses Buch die bisherigen Informationen zusammenfasst, bestätigt und abrundet. Wir können nur jedem dieses Buch empfehlen.
Marianne und Hartmut Benzing
Turid Rugaas
Calming Signals
Die Beschwichtigungssignale der Hunde
Animal Learn Verlag 2001
ISBN 3-936188-01-7
Preis: 19 Euro
Langjährige Beobachtungen von Hundebegegnungen und dem Verhalten in Hunderudeln liegen diesem Buch zu Grunde. Turid Rugaas beschreibt sehr klar, wie Hunde miteinander kommunizieren, wie Konflikte entstehen und wie die Hunde diese Konflikte lösen, ohne dass es zu ernsthaften Beißereinen kommt.
Das Hauptaugenmerk liegt auf den so genannten Beschwichtigungssignalen. Drohgebärden und Warnsignale der Hunde werden ebenfalls vorgestellt. Was sind denn eigentlich Beschwichtigungssignale? Es kann das Schwanzwedeln sein, ein Augenblinzeln, ein Gähnen, das Heben einer Pfote, kurzes Zeigen der Zunge, das Wenden des Kopfes zur Seite, etc. Es sind ganz vielfältige Gesten, die die Hunde benutzen, um miteinander zu kommunizieren. Nicht alle Hunde benutzen die gleichen Signale in einer bestimmten Situation. Besitzt man zwei oder mehrere Hunde, oder trifft man regelmäßig auf viele Hunde, so wird man diese Signale ständig beobachten können. In vielen Situationen des täglichen Zusammenlebens von Hund und Mensch können auch wir Menschen diese Signale im Umgang mit unseren Hunden sinnvoll einsetzen. Wir können lernen die Warnungen eines Hundes zu verstehen und ernst zu nehmen, z. B. beim Schmusen, wenn er uns sagen will: Danke, es reicht jetzt! oder beim Spielen von Hunden und Kindern. Viele Beißunfälle wären gar nicht geschehen, wenn die Aufsichtsperson die Zeichen erkannt und rechtzeitig eingegriffen hätte, um dem Hund die dann dringend nötige Ruhepause zu gönnen.
Hat man einen ängstlichen Hund mit unbekannter Vorgeschichte übernommen, kann man dem Tier die Eingewöhnungsphase sehr erleichtern, wenn man seine Sprache versteht.
An vielen Beispielen erklärt die Autorin das Verhalten der Hunde in verschiedenen Lebenslagen. Ich habe dieses Buch mehrfach gelesen und es hat meinen Umgang mit meinen eigenen und mit fremden Hunden stark verändert
Vorgestellt von A. Henning.
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