| Sommerfest Greyhoundprotection 2006 in Troisdorf |
|
zum Foto-Album
Schon um 8 Uhr trafen sich die ersten Helfer, Rosi und Marc, Sarah und ich, in Willich bei Familie Jordan, um die Hunde und das notwendige Equipment einzuladen und gen Troisdorf aufzubrechen. Zum Glück hatte Karl-Heinz an diesem Morgen den Straßenbericht im Radio gehört, so dass wir von der Vollsperrung der A3 Richtung Köln wussten und eine andere Route einschlagen konnten. Leider hatten einige Besucher und Helfer, die aus dem Ruhrgebiet kamen, nicht dieses Glück. Als wir auf dem Platz ankamen hatte Barbara Wurm schon mit den Vorbereitungen angefangen, die Tischdekorationen gesteckt und eine große Kanne Kaffee gekocht (für Samstagsmorgensfrühaufsteher sehr wichtig!). Jedes Jahr ist es die gleiche Vorgehensweise: die Hunde bleiben in den Autos, bis der Zaun rund um den Platz durch das geübte Auge von Karl-Heinz und Marc gesichtet und für sicher befunden worden ist. Dann dürfen die Hunde erst einmal toben und den Platz für sich erobern. Hat sich die erste Aufregung gelegt, können wir mit dem Ausladen der Wagen beginnen. In diesem Jahr hatten wir das Auto von Jordans mit einer dicken Schicht Hundefuttertüten gepolstert, bevor die Tische, Schilder, Poster und vielen anderen Dinge, die wir für diesen Tag benötigten, oben drauf gelegt wurden. War doch die Nachricht endgültig, dass Fermin kommen und eine Wagenladung Hundefutter mit nach Spanien nehmen würde. Die Zelte wurden ausgepackt und mit vielen helfenden Händen zusammengebaut. Tische und Sitzbänke wurden aufgestellt und mit der hübschen Dekoration versehen. Tische für das Buffet, für die Kasse und natürlich für unsere Informationsmaterialien und unseren kleinen Shop wurden verteilt und bestückt. Die Zeit verging wie im Flug. Unterbrochen wurden wir einige Male von Anrufen derer, die im Stau standen oder aber wissen wollten, welche Ausweichstrecke sie fahren könnten, um ihn zu umgehen. Mit der Zeit trudelten die anderen Helfer ein und wir konnten alles startklar machen. Jeder Helfer wusste, an welchem Platz er sich einzufinden hatte. Da der Stau auf der A3 leider auch einige von ihnen erwischte, war es besonders erfreulich, dass sich spontan hilfsbereite Menschen fanden, die einsprangen und die Arbeit übernahmen. An dieser Stelle euch allen noch einmal ein ganz besonderes Dankeschön, ohne euch wäre das Sommerfest nicht das geworden, was es ist, nämlich ein riesengroßer Erfolg. In diesem Jahr hatten wir zum ersten Mal für interessierte Besucher auch ein kleines Angebot an T-Shirts mit verschiedenen Motiven, Caps mit unserer Internetadresse, verschiedene Sticker, Karten, Bücher, Gläser mit verschiedenen Windhundmotiven und erstmalig selbstgebackene Hundeleckerchen. Die Nachfrage war groß, so dass sie schnell vergriffen waren danke Sara und Martina. Auch meine handgestrickten Socken fanden einige Freunde, so dass sich die Arbeit gelohnt hatte. Viele Besucher machten von dem Angebot Gebrauch, so dass doch ein schöner Spendenbetrag zusammen kam. Ebenso erbrachte der Verkauf der Lose und die Idee der Familie Grävingholt eine beachtliche Spendensumme. Steffi und Arne hatten ihrem Galgorüden Palomo eine kleine Tasche und ein Schreiben an sein Brustgeschirr geheftet. Darauf war zu lesen, dass man Palomo gern streicheln dürfe, wenn man eine kleine Spende für seine Brüder und Schwestern in Spanien in die Tasche geben würde. Auf diese Weise erstreichelte Palomo knapp 50 Euro. Diese Idee war wirklich einmalig. Natürlich brachte der Verkauf der vielen gespendeten Salate, Kuchen und Würstchen neben dem Getränkeverkauf die meisten Spenden ein.
Wie wichtig die Spendengelder sind, konnte man an diesem Samstag gleich vor Ort erfahren. Erstmalig konnte Greyhound Protection International e.V. den Leiter des spanischen Tierheimes Scooby, Fermin Perez, und einige seiner Mitarbeiter bei einem Sommerfest begrüßen. Er wurde von zweien seiner Schüler begleitet (hauptberuflich ist Fermin Lehrer), die doch sehr erstaunt waren, wie freundlich und liebevoll die Menschen bei unserem Fest mit ihren Hunden umgingen. Durch den ebenfalls anwesenden Tierarzt Karl Sewastianiuk, der jährlich nach Spanien fährt, um bei Scooby die Tiere ärztlich zu versorgen, hatte Hartmut Benzing erfahren, dass man in Spanien dringend eine Tierwaage braucht, um Medikamente genau auf das Gewicht der Tiere abstimmen zu können. Hartmut hatte sich im Internet umgetan und verschiedene Angebote eingeholt und Barbara Wurm hatte dann eine Waage besorgt. So war es an diesem Samstag möglich Fermin die neue Hundewaage für Scooby zu überreichen. Außerdem konnten von dem Erlös des Sommerfestes noch 500 Euro an das Tierheim Scooby überwiesen werden. Auch das Tierheim Albolote in der Nähe von Granada, welches durch GPI unterstützt wird und dessen Leiterin Helga Giessler sicherlich einigen bekannt sein wird, konnte Dank der vielen Besucher unseres Sommerfestes mit einer Spende von 900 Euro bedacht werden. Ebenso konnten wir Resy, die Vorsitzende unseres Partnervereins "Stichting Greyhounds in Nood", und Jan in Troisdorf begrüßen und verlebten mit ihnen, unseren Mitgliedern und Freunden, sowie deren Hunden einen wunderschönen Tag. Für mich war es das dritte Mal, dass ich an einem Sommerfest von GPI teilnehmen konnte. Schon im letzten Jahr hatte sich die Besucherzahl zum Vorjahr erhöht. Aber in diesem Jahr war es wirklich erstaunlich, wie viele Besucher den Weg nach Troisdorf fanden. Oft ist es neben Telefon oder E-Mail die einzige Möglichkeit im Jahr sich einmal persönlich zu sehen und andere Galgo- oder Greyhoundliebhaber kennen zu lernen. Allein aus dem süddeutschen Raum kamen in diesem Jahr fünf Besuchergruppen mit und ohne Hunde und nahmen die lange Anreise auf sich, um mit uns gemeinsam zu feiern. Für mich gibt es keine bessere Möglichkeit den Menschen zu zeigen, wie liebevoll und friedfertig Windhunde auch in großer Zahl miteinander umgehen, als unser Sommerfest. So hatten die Hunde viel Zeit miteinander zu rennen, zu spielen und zwischendurch ein wohlverdientes Nickerchen zu machen, während Frauchen und/oder Herrchen den Tag mit vielen Gleichgesinnten genießen und Martina Küppers kleiner Vorführung zum Thema "Dog Dancing" zuschauen konnten. Deshalb waren wir alle sehr erstaunt, als es schon weit nach 18 Uhr war, als die Besucher sich langsam verabschiedeten und wir anfangen konnten aufzuräumen. Auch hier schafften viele helfende Hände ein schnelles Ende, so dass wir gegen 20 Uhr Richtung Niederrhein aufbrechen konnten. Dabei wäre noch anzumerken: am Abend dieses Tages, auf der Heimfahrt fiel mir plötzlich ein, warum Petrus uns in diesem Jahr schon zu den verschiedensten Veranstaltungen Schnee und Eis, Hitze, Regen und Sturm geschickt hatte. Er hat sich das trockene und angenehme Wetter für unser Sommerfest aufgespart! Beatrice Tenhaef und Ihr Greyhound Protection Team |