Spanischer Anwalt der Galgos zu Besuch in Hopkinton

Spanischer Anwalt der Galgos zu Besuch in Hopkinton


Photo: Allan Jung/Daily News Staff

Fermin Perez, Leiter des Tierheims Medina Del Campo in Spanien ist zu Besuch bei den Greyhound Friends in Hopkinton. Hier zu sehen mit Greyhound Dos.

Von Michael Morton/Daily News staff
The MetroWest Daily News


HOPKINTON —

Als Fermin Perez vor einigen Jahren durch die Wälder nahe seines Heimatortes in Spanien streifte, blieb er jedes Mal wie angewurzelt stehen, wenn er einen dieser Hunde an den Bäumen hängen sah.

Diese Hunde waren Galgos, eine Rasse ähnlich in Erscheinung und genetischer Herkunft wie die Greyhounds, und sie waren von Jägern aufgehängt worden, weil sie zu wenige Hasen erbeutet hatten, in die Jahre gekommen waren und schlicht und ergreifend einfach zu ersetzten waren.

„Manchmal ist es nicht ganz einfach, diese Menschen zu verstehen“, sagt Perez, während er versucht zu erklären, warum die Jäger auf einer Tötungsmethode bestehen, die billig, aber inhuman ist und warum sie die Hunde nicht stattdessen bei einem der Tierheime im Lande abgeben.

„Vor 200 Jahren hätte ich das nachvollziehen können, aber nicht heutzutage.“ Nun wird Perez als Anwalt für die Galgos morgen auf der internationalen Konferenz in Hopkinton als einer der Hauptredner über den Schutz der Greyhounds und verwandter Rassen sprechen. Die Konferenz wird organisiert und geleitet von den Greyhound Friends, einer Vermittlungsstelle für Hunde in Saddle Hill Road. „Ich freue mich darauf, Erfahrungen auszutauschen“, sagt Perez. „Tierschutz ist ein wichtiges Thema, hier vor Ort und überall auf der Welt.“

Die Begegnung mit den gehängten Galgos war Auslöser für den Tierfreund Perez, die Leitung eines lokalen Tierheims zu übernehmen – genannt „Scooby“ in Medina del Campo, etwa anderthalb Stunden Autofahrt nordwestlich von Madrid gelegen. Er wurde zum Anwalt der spanischen Jagdhunde und all seine Anstrengungen galten von nun an dem von der Gesellschaft gebilligten Töten ein Ende zu setzen. Dafür erntete Fermin den Spott der Einwohner und seiner Kollegen.

Sie sagten immer: „Der Mann spinnt doch! Das haben wir seit je her so gemacht, unser ganzes Leben lang.’“

Trotz der anfänglichen Skepsis, sagt Perez, haben seine Aktionen eventuell dazu beigetragen, dass das Aufhängen der Hunde eine abschreckende Wirkung erhalten hat und die Gesetzeshüter sich mehr um die Rechte der Tiere kümmern. Scooby hat bisher hunderte von Galgos aufgenommen und sie in ganz Europa, aber auch bis zu den Greyhound Friends und anderen amerikanischen Tierschutzvereinen vermittelt.

Obwohl man nur noch selten aufgehängte Hunde sieht, ist die Lage der Galgos doch immer noch sehr kritisch. Perez sagt, die Jäger seien dazu übergegangen, tote und lebendige Hunde in trockene, abgelegene Brunnen zu werfen.

„Einen Hund lebendig in einen Brunnen zu werfen, ist etwas, das ich nicht verstehen kann,“ sagt er und fügt hinzu, dass er sich dafür einsetzt, dass die Gesetze gegen Tierquälerei und für die Abdeckung alter Brunnen auch eingehalten werden.

Während der Konferenz am Samstag hofft Perez auf fruchtbaren Austausch mit Kollegen. Weitere Redner kommen aus Irland, dem Hot-Spot für Greyhound-Rennen, andere aus dem mittleren Westen, wo Amateure versucht haben, Greyhounds mit andern Rassen zu kreuzen, um noch bessere Jäger zu erhalten.

„Es ist großartig, so viele Menschen aus den verschiedensten Winkeln der Welt hier zu treffen, sich über Erfahrungen auszutauschen und zu schauen, wo man einander helfen kann,“ sagt die Leiterin der Greyhound Friends Louise Coleman.

Während Coleman vermutet, dass es in diesem Herbst noch zu einem Volksentscheid über die Abschaffung von Greyhound-Rennen kommen wird, weist sie darauf hin, dass die Greyhound-Rennen derzeit von Ländern entdeckt werden, in denen nur sehr wenige oder keine tierschutzrechtlichen Vorschriften existieren. „Wir müssen das Ganze sehen,“ sagt sie.

Fermin Perez versichert, dass er den Galgos auch weiterhin Anwalt und Beschützer sein wird. Er wird nicht aufhören, sich für die Galgos einzusetzen, auch dann nicht, wenn die Jäger sich wieder neue Methoden ausdenken, mit denen sie die Hunde töten.

„Wenn sie einen neuen Weg finden, werden wir gegen diesen neuen Weg kämpfen“, sagte er.



Advocate against dog cruelty in Spain to speak in Hopkinton


Photo: Allan Jung/Daily News Staff

At Greyhound Friends in Hopkinton, Fermin Perez,
president of Scooby refuge in Medina Del Campo, Spain, comforts Dos.

By Michael Morton/Daily News staff
The MetroWest Daily News
Posted Jul 11, 2008 @ 12:13 AM


HOPKINTON —

Walking through the woods near his home in Spain about a dozen years ago, science teacher Fermin Perez stopped each time he saw one of the dead dogs hanging from a tree.

They were galgos, a breed similar in appearance and genetic makeup to greyhounds, and they had been strung up by unarmed hunters at the end of the season because they had failed to catch enough hares, had grown long in the tooth or were simply replaceable.

"Sometimes, it's quite difficult to get into the minds of these people," Perez said, trying to explain why the hunters insisted on a killing method that was cheap but inhumane and why they didn't drop off the dogs at one of the country's animal shelters. "I could understand 200 years ago, but not now."

Now an advocate for galgos, Perez will be one of the keynote speakers tomorrow at an international conference in Hopkinton on the protection of greyhounds and related breeds. It is organized and hosted by Greyhound Friends, a Saddle Hill Road adoption agency for the dogs.

"It will be good to share experiences," Perez said. "Animal welfare is important here, there and everywhere."

By the time he encountered the hung galgos, Perez's love of animals had pushed him to assume control of a struggling local animal shelter called Scooby in the town of Medina de Campo, an hour and a half drive northwest of Madrid. He subsequently became an advocate for the hunting dogs, seeking to stop the society-condoned traditional killings but drawing the ridicule of fellow residents.

"They just told me, 'This man is stupid. We have been doing this all our lives,"' he said.

Despite the skepticism, Perez said his campaign eventually helped discourage hanging and prompted lawmakers to strengthen animal cruelty laws. Scooby has also taken in hundreds of galgos, sending them across continental Europe and even to Greyhound Friends and other American agencies.

Still, while strung-up dogs are now a rare sight, Perez said hunters have switched to dumping both dead and live dogs into dry, abandoned wells.

"To throw a dog alive into a well, that is something I cannot understand," he said, adding that he is working to make sure laws governing both animal abuse and the covering of old wells are strictly enforced.

During Saturday's conference, Perez hopes to get advice on how to proceed from fellow advocates. Other speakers hail from Ireland, a hot spot for greyhound racing, and the Midwest, where amateurs have been trying to mix greyhounds with other breeds to produce better hunters.

"It's just great to have people from different parts of the world talk about what their experiences are and how to support each other," said Greyhound Friends Director Louise Coleman.

While Coleman thinks a binding state ballot question this fall to ban greyhound racing will pass, she said greyhound racing is being embraced by countries with fewer regulations, an issue that will be discussed.

"I think we have to draw attention to the big picture," she said.

Perez said he will continue advocating against galgo killing, not stopping at wells should the hunters move on to other methods.

"If they find a new way, we will fight against that new way," he said.

(Michael Morton can be reached at mmorton@cnc.com or 508-626-4338.)