Tier und Wir in Rheinberg

Eindrücke von der Messe „Tier und Wir“ in Rheinberg

Samstag und Sonntag war erwartungsgemäß unser Infostand sehr gut besucht. Wir haben viele Gespräche geführt, die wieder einmal gezeigt haben, wie wenig über die Situation und die Lebensumstände der Galgos und Greys bekannt ist. Wir mussten auch mit einigen üblichen Vorurteilen aufräumen, wie z.B.: „ Die Hunde müssen doch bestimmt gaaaaanz viel laufen“ oder „ Die rennen doch den ganzen Tag, oder?“. Aber auch die Lebensumstände waren vielen gar nicht oder nur teilweise bekannt. So mussten wir oft in völlig entsetzte Gesichter schauen, wenn die Besucher von uns über die Missstände informiert wurden. Die Hauptaufgabe übernahmen aber wieder unsere Langnasen. Die Messebesucher waren einmal mehr von der Sanftheit und angenehmen Art dieser Hunde angetan. Paolo war Sonntag der Publikumsmagnet! Er genoss die vielen Streicheleinheiten und viele Besucher zeigten auch Interesse, ihm vielleicht ein neues Zuhause zu geben. Mal sehen, ob Paolo bald sein eigenes Sofa findet.

Aber es gab auch einen Besucher, der völlig anderer Meinung war und die Aussage machte:“ Ist es nicht besser die Tiere einzuschläfern, als sie nach Deutschland zu holen?“. Es ist nicht immer einfach, solche Besucher von der Notwendigkeit zu überzeugen den Tieren zu helfen und dass die Vermittlung neben der Infoarbeit der einzige Weg ist, die Lebensumstände der vielen zehntausend Windhunde dauerhaft zu verbessern. Schließlich ist es der Mensch, der so viel Leid über die Tiere bringt. So muss der Mensch sich auch darum kümmern, die Situation zu ändern. Wir wissen nicht, ob sich die Denkweise solcher Besucher ändert, wenn wir mit ihnen gesprochen haben, aber wir müssen es immer wieder versuchen! Gott sei Dank sind Aussagen wie diese wirklich selten zu hören. Die meisten Besucher und Interessenten haben inzwischen verstanden, dass Tierschutz nur funktionieren kann, wenn man auf internationaler Ebene zusammenarbeitet.

Zum Schluss wollen wir nicht ohne Stolz sagen, dass unser Ramses seinen ersten großen Einsatz als Sympathieträger am Infostand wirklich mit Bravour gemeistert hat. So können Josy und Ramses uns auch weiterhin bei unserer Arbeit für ihre Artgenossen begleiten und unterstützen.

Melanie, Dirk, Josy und Ramses



Ihr GPI-Team