Studie eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses
Produktion

Laut einer Studie eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses (APGAW inquiry into welfare issues surrounding racing greyhounds in England, Mai 2007. Kurz: APGAW Report) stammen 75%-80% der auf britischen Rennbahnen lizensierten Hunde aus irischer Zucht: Die Zuchtbücher zeigen für 2006 in Großbritannien 608 Würfe, in Irland 4.481. Legt man eine durchschnittliche Welpenzahl von nur 7 Welpen pro Wurf zu Grunde, kommt man auf etwas über 35.000 Welpen für das Zuchtjahr 2006. Was nicht heißt, dass alle Hunde von liebevollen Züchtern fürsorglich auf die Welt geholt werden.

Die meisten Zuchthündinnen fristen ihr Leben isoliert von menschlichem Kontakt in Verschlägen oder Zwingern, die jeder Vorstellung von Hygiene oder artgerechter Haltung spotten. Taugen diese „brood bitches“ nichts mehr, werden sie ausgesetzt oder getötet.

Der erste Schritt, den der Greyhoundwelpe auf dem Weg zu seiner Rennkarriere durchlaufen muss, ist die Ohrmarkierung (Ohrtätowierung in beiden Ohren) durch den irischen oder britischen Dachverband. Diese wird im Alter von etwa 10-12 Wochen vorgenommen. Danach folgt im Alter von 15-20 Monaten die offizielle Renn-Registrierung. Die Zahl der „Überschusshunde“ ergibt sich also, wenn man von den Hunden, die die Ohrmarkierung die Differenz abzieht, die im nächsten Jahr nicht für Rennen registriert werden. Aber wie viele Hunde schaffen es denn von den Zuchtfarmen und Hinterhöfen, aus den Ställen und Kellern wirklich auf bis auf die Bahn? Wertet man die optimistischen Zahlen des Untersuchungsberichts aus, kommt man auf das folgende Ergebnis:

Jahr 2002
Menge der Hunde mit Ohrtätowierung 5.903
Menge der registrierten Hunde 2.932
Überschuß Hunde 3.108

Jahr 2003
Menge der Hunde mit Ohrtätowierung 6.103
Menge der registrierten Hunde 2.795
Überschuß Hunde 2.728

Jahr 2004
Menge der Hunde mit Ohrtätowierung 4.365
Menge der registrierten Hunde 3.375
Überschuß Hunde 1.599

Jahr 2005
Menge der Hunde mit Ohrtätowierung 4.880
Menge der registrierten Hunde2.766
Überschuß Hunde Ø 2.478

Das „farm culling“ (Töten von Welpen in der Zuchtanlage) ist in der Industrie ein offenes Geheimnis. Man tötet die „schlechten“ Hunde lieber, als sie zu an Tierfreunde zu verschenken oder über den Tiermarkt zu verkaufen. Blinde und anders behinderte Tiere haben überhaupt keine Chance, diese erste Auswahl zu überleben, doch auch für die „non-chasers“ (rennuntaugliche Welpen) ist das Leben hier bereits oft zu Ende: Zu groß ist die Angst vor ökonomischer Konkurrenz, denn auch mit einem schlechten Welpen kann man theoretisch einen zukünftigen Champion züchten.

So kommt man insgesamt auf eine Zahl von 6.000-12.000 Hunden, deren Verbleib ungewiss ist, wenn man die britischen Zahlen auf Irland (25%:75%) hochrechnet. Was zusätzlich im nicht lizensierten Sportbereich passiert, liegt völlig im Unklaren. Selbst der pro-Racing gestimmte Untersuchungsausschuss (einige MPs sind Teilhaber an Rennsyndikaten) kommt zu dem Ergebnis:

"…but in the absence of evidence to the contrary, we must assume that a significant number of these young dogs are destroyed.“

(„Da es keine gegenteiligen Belege gibt, müssen wir annehmen, dass eine bedeutende Anzahl dieser jungen Hunde getötet werden.“)

Arbeitet man sich durch die Zuchtbücher, stellt man fest, dass aus ganzen Würfen kein einziger Hund im Rennbetrieb zum Einsatz kommt. Ein Journalist der Sunday Times, Daniel Foggo, enthüllte durch einen Artikel 2008 die Machenschaften eines der größten Greyhound Züchter Großbritanniens. Charles Pickering verkauft völlig gesunde aber rennuntaugliche Greyhoundwelpen für 30 britische Pfund/Welpe an die Universität Liverpool zu Forschungszwecken. Die Zuchtbücher belegen, dass aus Pickerings Würfen aus 2005 nur 23% der Hunde in 2006 für das Rennen registriert wurden (46 von 198 geborenen Welpen).

Realistisch ist es nicht, von „nur“ 6.000-12.000 Hunden auszugehen. Der Markt in Irland ist dreimal größer als der britische, die Selektion noch strenger, da die meisten Hunde in den Export gehen. Wahrscheinlich ließe sich die Zahl leicht verdoppeln: Anti-Racing Foren wie z.B. Greytexploitations oder Greyhound Action kalkulieren mit wesentlich höheren Zahlen. Zusammenfassend kann man sagen, dass trotz vorsichtig angesetzter Schätzungen 52% der Zuchtwelpen sterben. Grob gesagt, ist für jeden registrierten Hund ein getöteter Junghund mit zu kalkulieren.

Nutzung

Steigt der vielversprechende Junghund ins Training ein, beginnt ein neuer Lebensabschnitt für ihn. Er wird in einem Kennel stationiert und antrainiert. Für die Trainerlizenz muss keinerlei Ausbildung beantragt werden. Das heißt, hier arbeitet nicht zwangsweise Fachpersonal mit lebenden Tieren, was über die entsprechenden Kenntnisse in Haltung und Training verfügt. Auch Training und Rennen selbst stellen häufig eine Form der Gewalt gegen die Hunde dar. Laut des APGAW Reports laufen ca. 12% aller Hunde auf britischen Rennbahnen mit Verletzungen. Die Hunde werden häufig viel zu früh antrainiert und verschleißen entsprechend schnell. Ermüdungsfrakturen, Sehnenverletzungen, Arthrosen, Herz-Kreislaufprobleme und Stresserkrankungen sind gängig. Um die Rennleistung dennoch bieten zu können, wird Doping betrieben: anabole Steroide zum Muskelaufbau, Epo zur Leistungsverbesserung, Viagra oder Kokain, damit die Herzfrequenz hochgeht und die Hunde „zünden“. Da Rennbahntierärzte nicht zwingend vorgeschrieben sind und auch nur wenige Inspektoren viel zu viele Rennen überwachen müssen, fliegen Dopingsünder kaum auf. Aber es gibt auch andere Formen der Manipulation ("rigging of races“), wie z.B. die Hunde hungern zu lassen, um sie aggressiv zu machen, oder aber sie vollzustopfen, damit sie langsam laufen, je nachdem, was die Rennaufstellung diktiert.

Noch gewaltsamer sind für die Hunde allerdings die Rennen selber. Trotz ausgeklügelter Bodensysteme kommt es immer wieder zu Stürzen mit fatalen Folgen für die Hunde. Besonders die erste Kurve nach der langen Geraden der Ovalbahn ist prädestiniert für Stürze, da die Hunde mit zu hohem Tempo in eine enge Kurve einlaufen. Schwerer verletzte Hunde werden meist sofort euthanasiert, da eine langwierige Rekonvaleszenzphase in einem Geschäft, bei dem es um Millisekunden geht, wenig ökonomisch ist. Im Rennprotokoll werden diese Stürze schlicht mit DNF (did not finish) vermerkt.

Entsorgung

„Na gut“, wird der Leser jetzt vielleicht noch denken, „ein bisschen Schwund ist ja immer. Aber die meisten Hunde kommen ja durch. Und es sind ja nur ein paar Monate…“ Nein. Wenn die Hunde zu langsam werden, beginnt der Abstieg. Erst starten sie in den weniger lukrativen Rennen, bis sie zu endgültig zu langsam werden. Manche werden dann noch illegal an flapping Tracks weitervermittelt. (Hunde, die auf lizensierten Bahnen laufen, dürfen offziell nicht auf den unlizensierten Bahnen starten. Auch hier wird viel Mauschelei mit Papieren betrieben, so dass Hunde häufig auf mehreren Bahnen starten.) Irgendwann kommt der Tag, an dem die Rennkarriere durch Verletzungen oder mangelnde Leistung beendet ist.
Dann wartet auf die Hunde eine ungewisse Zukunft. Jährlich scheiden etwa 11.000 Hunde aus der lizensierten Rennindustrie aus. Die meisten von ihnen sind kaum sozialisiert, waren nie in einem Haus, kennen keine kleinen Kinder, keine Fußgängerzone, kein Gassi gehen, keine Parties, Rollstuhlfahrer oder neugierige Passanten mit kleinen Hunden, sondern nur den Rennbetrieb. Ein Bewusstsein im Sinne des Slogans „greyhounds make great pets“ (Greyhounds sind tolle Haustiere) entwickelt sich nur sehr langsam - besonders in Irland gelten die „mean speed machines“ (böse Rennmaschinen) als aggressive Bestien, als unvermittelbare „devil dogs“ (Teufelshunde) mit einem ähnlich schlechten Ruf wie die Kampfhunde bei uns. Ein irischer Farmer und Greyhoundzüchter, von mir befragt, wie es denn mit Greyhounds als Haustieren wäre, erklärte mir:

„Nah, luv. You don’t want them in the house, them nasty little fuckers. Better having them put down after they’re done with racing. Made for killing they are. Just look at them, look at their keen eyes when they chase. Don’t know when to kill and when to please.”

(„Nö, Kleine, die würdest du nicht im Haus haben wollen, das sind echt üble kleine Scheißer. Ist besser, sie einzuschläfern, wenn sie keine Rennen mehr laufen. Sind fürs Töten geboren. Schau sie dir an, schau dir ihre gierigen Augen an, wenn sie jagen. Die wissen nicht, wann sie töten und wann sie freundlich sein sollen.“)

Man geht davon aus, dass für etwa 8.500 der ausscheidenden Hunde/Jahr der Verbleib nachweisbar ist, wobei auch hier gemauschelt wird. Ich selbst halte eine Zahl von höchstens 5.000 für realistisch, denn das sind die, die durch den Greyhound Trust oder private Rettungsstationen an Adoptionswillige vermittelt werden. Kein Trainer oder Besitzer wird eine sich permanent vergrößernde Schar von „alten“ Greyhounds ca. 10 Jahre lang durchfüttern. Die Hunde scheiden mit maximal 4 Jahren aus dem Sport aus und die Lebenserwartung liegt bei durchschnittlich 14 Jahren. Vielleicht genießen einige Tiere dieses Glück, aber deren Zahl erscheint mir sehr begrenzt.

Die Dachverbände beider Länder schreiben ganz genau vor, was mit den Hunden nach der Rennkarriere zu geschehen hat, und auch, in welchem Falle Hunde euthanasiert werden dürfen. Die sachkundige Tötung durch einen Fachmann (Tierarzt) ist nämlich ausdrücklich in der „Rule 18“ vorgesehen, allerdings nur, wenn eine Vermittlung aufgrund von irreparablen physischen Schäden, psychischen Defekten oder sonstiger Unvermittelbarkeit aussichtslos erscheint. Derzeit kostet die Tötung eines Hundes etwa 80 britische Pfund. Vielen Hundebesitzern ist eine solche Summe zu hoch, auch wenn ihnen über Jahre satte Gewinne in 150 Rennen und mehr eingebracht haben. Wer nicht zu den illegalen, aber wohlbekannten „dog knackers“ (Hundeschlachter) geht, die einen Hund für 10 britische Pfund (oder 10€ in Irland) an Ort und Stelle ohne große Fragen mit dem Bolzenschussgerät töten, muss versuchen, seinen überzähligen Fresser auf andere Weise loszuwerden. Deswegen werden die Hunde auf jede nur erdenkliche Art und Weise entsorgt:

  • Aussetzen, häufig, nachdem ihnen die Ohren abgehackt oder mit Säure verätzt wurden, um die Identität des Hundes (Ohrtätowierung) zu verschleiern
  • Injektionen von Substanzen wie Bleiche oder Benzin
  • Erschlagen, Gliedmaßen abhacken
  • Kehle durchtrennen, Verbluten lassen
  • Aus dem fahrenden Auto werfen, Ertränken: In Brunnenschächte, Flüsse oder ins Meer werfen, häufig in Säcken oder Tüten oder durch Gewichte beschwert
  • Erschießen mit Schrot, was häufig nicht direkt zum Tode führt

Dieses Repertoire der Grausamkeit lässt sich unendlich erweitern. Viele solcher Fälle sind durch Bilder und Berichte dokumentiert. Leider werden sie von den offiziellen Organen der Industrie immer noch als Mythen hingestellt oder aber als tragische Einzelfälle. Sie werden nicht als symptomatisch für den von Gewalt geprägten Zustand der gesamten Industrie begriffen.

Selbst wenn man nur die „gesicherten“ (= sehr niedrig gehaltenen und bewusst geschönten) Zahlen des Rennindustrie-freundlichen APGAW-Reports zugrunde legt, bleiben mit der Verbleib von 4.730 Hunden (Welpen und Rennhunde) jährlich ungewiss. Wie gesagt, das betrifft nur ein Segment der gesamten Industrie, nämlich nur die in Großbritannien (und dort nur England und Wales) gezüchteten Hunde. Insiderschätzungen der Anti-Racing Bewegung gehen von 20.000 getöteten Hunden jährlich und mehr aus.

Der APGAW Ausschuss äußert sich verhalten:

„Under these figures a minimum of 4.728 dogs are unaccounted for each year and we can assume that the majority of these dogs are destroyed. However, this figure does not account for dogs from independent racing or those which are bred for the British racing industry in Ireland. These figures must be therefore regarded as conjectural and are likely to be a significant underestimation of the true scale of the problem of unwanted dogs being destroyed.“

(“Nach diesen Berechnungen ist der Verbleib von mindestens 4.728 Hunden jährlich ungewiss und wir können annehmen, dass die Mehrzahl dieser Hunde getötet wird. Jedoch rechnet diese Zahl nicht die Hunde von unabhängigen (=nicht lizensierten) Bahnen mit ein oder jenen, die für die britische Rennindustrie in Irland gezüchtet werden (75%!!) Diese Zahlen müssen dementsprechend als grobe Schätzwerte angesehen werden und sind wahrscheinlich eine starke Untertreibung des realen Ausmaßes des Problems ungewollter (= überproduzierter Hunde), die getötet werden.“)

Lippenbekenntnisse der Industrie

Trotz all dieser auch geschönt noch unglaublich widerlichen Fakten tut die offizielle Homepage des britischen Dachverbands (GBGB) den Massenmord an Welpen und Rennhunden als urbanen Mythos ab. Es geht niemandem darum, den Sport wirklich „sauber“ zu halten, trotz aller Lippenbekenntnisse und halbherzig und öffentlichkeitswirksam unternommenen Versuche. Der britische Staat selbst hat auch mit parlamentarischen Untersuchungsausschüssen kein Interesse daran, dem umfangreich dokumentierten Leiden der Greyhounds ein Ende zu machen, denn neben den Steuereinnahmen über die Wettsteuern gehört dem britischen Staat eine Buchmacherorganisation: Tote Bookmakers. Die Regierung erklärte 2007, einen Bruttogewinn von 19,4 mio₤ über Tote Bookmakers erzielt zu haben.

Was deutlich wird, ist dass es für den irischen und englischen Staat eigentlich keine Veranlassung gibt, sich um ein Ende des anachronistischen Greyhoundrennens zu bemühen. Auch das Argument des Zuschauersportes ist eigentlich eine Farce, denn 99% aller Rennen finden nur vor den „Augen“ von Kameras ohne Zuschauerbeteiligung statt und werden direkt ins TV übertragen. Greyhoundrennen, die Stadien als sozialer Event und Identifikationsort der Working Class, all das ist längst Geschichte, aber Geld lässt sich damit immer noch verdienen und Meinung machen auch.

Opfer sind die Greyhounds. Sie haben keine Lobby, die sich für ihr Leben einsetzt. Vor allem für die Hunde, die nicht über den Greyhound Trust vermittelt werden können (=registrierte Ex-Rennhunde, die nicht getötet wurden), ist die Prognose nahezu hoffnungslos. Und dennoch ist es wichtig, sich gerade der Hunde des Trusts anzunehmen. Kleine Rettungsstationen, größenmäßig vergleichbar mit GPI, machen wunderbare Arbeit. Die Hunde werden aufgepäppelt, sozialisiert, sicher vermittelt. Doch diese Organisationen verfügen nicht über das zusätzliche Geld und die Zeit, um die Hunde entsprechend reisefertig zu machen (Impfungen, Hundepässe etc.). Viele wollen auch den Kontakt zu den häufig stark traumatisierten Hunden nicht aufgeben und vermitteln nicht ins Ausland. Diese Organisationen kämpfen mit jedem Penny, um ein paar Hunden das Überleben zu sichern. Der Trust hat andere finanzielle Mittel, um genau zu sein 2,76 mio Pfund im Jahr 2006, wovon 1,3 mio für Greyhound-Vermittlung ausgegeben wurden. Das Geld stammt aus freiwilligen (!!!) Abgaben der Buchmacher in Höhe von 0,6% ihrer Einnahmen aus Greyhoundrennen. Übrigens entschließen sich 17% der Buchmacher, dieser freiwilligen Abgabe nicht nachzukommen.

Letztlich ist es unerheblich, aus welcher Organisation der Hund stammt, dem man das Leben retten kann, alle sind sie Teil der kommerzialisierten Nutzung gewesen. Und es ist immer nur das einzigartige Individuum das leben darf, während andere Individuen durch eine geldgierige Wettindustrie, für die sie geboren werden, sterben müssen. Leider gefährdet man das Leben von mehr Greyhounds, wenn man sich gegen eine „indirekte Unterstützung“ der Rennindustrie wehrt, indem man keine Hunde über den Greyhound Trust adoptieren möchte. Sterben werden all die Hunde, die nicht in Auffangstationen nachrücken können, weil diese belegt sind. Leben werden Hunde, die vermittelt sind und somit einem Nachrücker das Leben sichern.

Quellen:
1. http://greytexploitations.com. Bildrecht wird angefragt
2. APGAW inquiry into welfare issues surrounding
racing greyhounds in England. (Mai 2007)
3. Vgl. Foggo, Daniel: Greyhound Breeder offers slow dogs to be killed for research. In: Sunday Times, 11.05.2008, hier: http://www.timesonline.co.uk/tol/news/uk/crime/article3908388.ece

Dorothee Meinhardt
dorothee@animalethics.de