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Ein kleineres Tierheim bei Granada (Albolote) (Die Neueröffnung des neuen Refugios)
Der gemeinnützige Verein Amigos de los Animales besteht seit 1994 und ist Kooperationspartner des Europäischen Tierhilfswerks.
Das Refugio liegt bei Albolote (Granada). Es ist die Anlage einer ehemaligen Perrera. Hier können maximal 60 Hunde und 40 Katzen aufgenommen werden. Leider ist das Elend der Tiere im Süden Spaniens sehr groß. Wir müssen wesentlich mehr Tiere aufnehmen, als uns lieb ist. Die Situation der Hunde und Katzen ist dadurch sehr beengt. Bis jetzt ist es noch nicht zu ernsthaften Raufereien gekommen. Der Ausbau zu einem größeren Refugium wird von uns voran getrieben, jedoch fehlt hier oft das Geld, um komtinuierlich daran zu arbeiten.


Für die Hunde haben wir 33 Zwinger, zweimal täglich können die Hunde in großen Gruppen in den Ausläufen toben und spielen.


Wir haben keine festangestellten Mitarbeiter, die ganze täglich anfallende Arbeit wird von Freiwilligen organisiert (sie tun dies neben ihrem Studium oder einem Fulltime-Job).
Hierzu gehören u.a. die Säuberung der Zwinger, die Fütterung der Tiere, die zeitaufwendige Betreuung von verletzten oder frischoperierten Tieren

Die Tierärzte in Granada sind eine große Hilfe für uns, wir würden uns aber über Tierärzte freuen, die die spanischen Kollegen entlasten können und freiwillige Helfer, die uns bei den täglichen Arbeiten unterstützen.
Die Tiere, die zu uns kommen, sind oftmals in einer sehr schlechten Verfassung:
- Hunde, die aufgehängt wurden
- Tiere, die Autounfälle hatten und lange Zeit unversorgt am Straßenrand lagen, dies ist immer mit hohen Tierarztrechnungen und aufwendiger Pflege verbunden
- halbverhungerte und -verdurstete Tiere, von ihren Besitzern entsorgt
Wir gehen in die Umlandgemeinden und versuchen die Bevölkerung über unsere Arbeit zu informieren und aufzuklären. In einigen Gemeinden haben wir schon Kastrationsprogramme erfolgreich durchgeführt.
In den Schulen rund um Granada versuchen wir die Kinder in den Tierschutz einzubinden. Erste Erfoge konnten wir schon verbuchen: Von einer Schule bekommen wir die Essensreste, die den Speiseplan unserer Hunde ergänzen.
Für die Zukunft planen wir weitere Aktionen an Schulen und in den Umlandgemeinden, z.B. Anzeigenerstattung gegen Tiermißhandlungen, Vorträge rund um die Tierhaltung, weitere Kastrationskampagnen, und und und.
Für unsere Tierheimbewohner wünschen wir uns Adoptionsfamilien im In- und Ausland, so daß wir weiteren Tieren helfen können.
Wenn Sie das Tierheim und seine Bewohner mit einer Spende unterstützen möchten:
ES87 2031 0051 1301 1543 3400
BIC-SWIFT Code: CECAESMM031
Bank: Caja General de Ahorros de Granada

Asociaciòn Amigos de los Animales endlich im neuen Tierheim

Nach ca vier Jahren Wartens und mehreren Monaten der Vorbereitung begann am 11. April 2008 endlich der Umzug ins neue Tierheim. Die Übergabe hatte schon im Oktober stattgefunden, aber der Umzug konnte nicht sofort erfolgen, da das neue Tierheim noch nicht fertig und ausserdem, da die Planungen schon vor vier Jahren begonnen hatten, auf die aktuelle, grösser gewordene Anzahl der Hunde nicht ausgerichtet war. Wir hatten an dem vor vier Jahren erstellten Projekt in dieser Hinsicht aber kaum etwas ändern können, im Gegenteil, wir mussten Modifizierungen vornehmen, um den Kostenvoranschlag zu senken. Fertig war das Tierheim aus dem Grunde nicht, da das zur Verfügung gestellte Geld aus dem Kostenvoranschlag letztendlich nicht gereicht hatte. Hierbei ist zu erwähnen, dass unser Verein natürlich nicht selbst die Mittel zur Errichtung eines neuen Tierheims aufbringen konnte, sondern diese von einer ortsansässigen Stiftung zur Verfügung gestellt wurden, wodurch die Einrichtungen auch nicht unser Eigentum, sondern Eigentum dieser Stiftung sind und wir nur die Nutzniesser.
Glücklicherweise gab es auf dem Tierheimgelände noch die eine oder andere ungenutzte Ecke, wo wir noch zusätzliche Hundezwinger oder Kleingruppenhöfe unterbringen konnten. Glücklicherweise fanden wir auch Mäzene, die Geld spendeten, bzw. eine Firma, die umsonst arbeitete und uns die 23 kleinen Vorhöfe vor den vorhandenen Hundehäuschen mauerte sowie das Innere der Welpenstation ausbaute. Auch leisteten wir viel in Eigenarbeit und sammelten ausserdem, wo wir konnten, brauchbares Material wie Fliesenreste, Spülbecken, Waschbecken, Stützpfosten, Rohre usw. Es würde hier zu weit führen, alles aufzuführen, was noch gemacht werden musste und immer noch gemacht werden muss, da es manchmal nur, wenn auch wichtige, Kleinigkeiten sind.
Am Tag des Hauptumzugs hattten sich viele Helfer mit ihren Autos eingefunden, um die Hunde vom alten ins neue Tierheim zu bringen. Dort warteten wiederum Helfer, um sie in ihrem neuen Domizil unterzubringen. Sehr hilfreich war bei dem Ganzen, dass die Entfernung zwischen dem alten und dem neuen Tierheim nur sehr gering ist und nicht mal zehn Autominuten beträgt. Ein Problem stellten die Angsthunde dar, die sich nur ungern anfassen lassen und Panik bekommen, wenn sie aus ihrer gwohnten Umgebung heraus sollen. Einige von ihnen verblieben auch noch im alten Tierheim und der eine oder andere davon musste sogar mit Hilfe eines Betäubungspfeils umplaziert werden. Glücklicherweise brauchten wir das alte Tierheim nicht sofort zu räumen, denn wir mussten eine Anzahl von Hunden zurücklassen, sie innerhalb des alten Tierheims umplazieren, um ihre Fertigbauzwinger dort abzubauen und im neuen Tierheim wieder aufzubauen. Da wir auf Eigenarbeit angewiesen waren, um für alle unsere Hunde im neuen Tierheim Platz zu schaffen, dauerte alles entsprechend länger und so wurde es der 1. Juli, bis auch die letzten Hunde ins neue Tierheim umzogen
Auch die Katzen zogen natürlich um, aber etwas später als der erste grosse Hundeumzug. An diesem Tag wäre es für die Katzen zu stressig gewesen und auch hier mussten noch einige zunächst zurückbleiben, nämlich die Halbwilden, für die man Tricks oder letztendlich die Katzenfalle einsetzen musste, um sie einzufangen und umzuplazieren. Nach anfänglichen Eingewöhnungsschwierigkeiten haben sich sowohl die Tiere als auch die Mitarbeiter im neuen Tierheim gut eingelebt und fühlen sich wohl.
Leider ist einiges seitens der Baufirma nicht so gemacht worden, wie es eigentlich sein sollte, vor allem, was die Kanalisation betrifft, so dass wir sicher im Winter bei Regenfällen Probleme bekommen werden und wir somit jetzt, im September, nach dem ersten Regen, unbedingt Verbesserungen schaffen müssen.
Was uns auch noch fehlt und unser Zukunftstraum ist, ist die Einrichtung unseres OP-Raums. Der Raum ist vorhanden, aber es fehlen die notwendigen Einrichtungsgegenstände und Apparate, um dort vor allem Kastrationen durchführen zu können. Daher wird in dieser Zeitschrift ein Aufruf erscheinen, mit dem wir um Hilfe in Form von Material bitten.
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