Perrera Linares (Andalusien) (2)
Die Perrera in Linares (bei Jaen, Andalusien)

Auf den beigefügten Fotos sieht man, wie die Perrera (Tötungsstation) von Lineares durch und durch gesäubert wird. Lineares ist ein kleiner Ort, nicht weit entfernt von hier (Cordoba, Andalusien).

Ein paar Wochen zuvor waren zwei Frauen eines Refugios in die Perrera von Linares gekommen, um sich nach Hunden umzuschauen, die sie in ihrem Refugio unterbringen wollten. Sie berichten, dass die Tiere sich in einem sehr schlechten Zustand befanden – verschmutzt und unterversorgt, ohne Körbchen, ohne Decken, ohne alles.

Nichtsdestotrotz haben die Frauen wie gewöhnlich eine beträchtliche Anzahl von Hunden reserviert. Die Perrera sicherte den Frauen zu, die Hunde für sie am Leben zu lassen, damit sie abgeholt werden könnten, sobald im Refugio der beiden Frauen Plätze frei würden.

Einmal mehr stellt sich hier unter Beweis, wie unzuverlässig spanische Leute sein können: Als die beiden Frauen in dieser Woche wieder in die Perrera kamen, um ihre reservierten Hunde abzuholen, waren die meisten (insgesamt 60 Tiere), für die bereits ein neues Zuhause gefunden worden war, tot. Die Begründung: Die Perrera musste gesäubert werden! Auch die Hunde, die bereits reserviert waren, mussten weg!

Der Verbrennungsofen hatte arbeitsreiche Tage – man sieht ihn auf dem Bild hinter den weißen Gas-Tanks

Arme Seelen – die Rettung und ein friedliches, behütetes Leben waren so nah. Unglücklicherweise sollte es nicht sein – die Leute aus der Tötungsstation haben anders entschieden. Glauben sie, sie sind Gott? Sie tun ganz selbstverständlich so! Nur sie entscheiden über Leben und Tod in der Perrera. Warum beschäftigen sich diese herzlosen, grausamen Menschen eigentlich mit Hunden? Sie sollten besser in einem Schlachthaus arbeiten – davon gibt es in Spanien genug. Sie sind nichts weiter als Mörder, brutale Killer ohne jegliches Mitgefühl für Tiere.

Leute von Tierschutzorganisationen durften die Perrera nie betreten. Wenn diese Leute Interesse an Hunden kundtaten, wurden die Hunde rausgeholt und dann konnte man Fotos von ihnen machen. Im Nachhinein begreife ich, dass sie niemals jemanden in die Perrera hinein ließen – zumindest nicht bis vor kurzem! Denn diesen Frauen gewährte man dann doch den Eintritt, um von den Hunden Fotos zu schießen. Wahrscheinlich war es den Mitarbeitern der Perrera einfach zu umständlich, jeden einzelnen Hund rauszuführen. Nachdem ihnen dann klar wurde, dass jetzt (nur wegen ihrer Faulheit!) Fotos vom Innersten der Perrera existierten, mussten sie handeln! Die Perrera musste gesäubert werden, damit niemand behaupten konnte, dass dort schlimme Zustände herrschen. Und dann, als sie eh schon mit der Arbeit begonnen hatten, haben sie gedacht, was soll’s, wenn wir schon säubern, dann säubern wir ALLES; inklusive der reservierten Hunde. Sie sind letztlich nur im Weg!

Nur in Spanien, wo eine Vereinbarung so viel wert ist wie ein Stück Klopapier, sind diese Dinge möglich: Man scheißt darauf!

In der Zwischenzeit sind wieder 20 neue Hunde in der Perrera angekommen, ca. fünf davon sind Galgos. Schauen Sie sich die Bilder der Perrea an. Ich werde alles dafür tun, was ich kann, um die Galgos da rauszuholen – sehr schnell da rauszuholen, weil die Leute, die sich jetzt um sie kümmern nicht besser sind als der Galguero, von dem sie gekommen sind.

Die Frauen der Tierschutzorganisation suchen händeringend nach Plätzen, um die Hunde unterzubringen. Vielleicht können einige von ihnen in die Niederlande kommen? Ich hoffe doch!

Diese Geschichte ist das Gegenteil der spanischen “Mañana”-Mentalität. Wenn es um das Töten von Tieren geht, ist man plötzlich in Eile. Und ganz offensichtlich tut man das hier mit Freude und sehr schnell!

Mariana von ABYDA, die die nunmehr toten Hunde reserviert hatte, veröffentlicht diese grausame Geschichte und die dazugehörigen Fotos über das Internet – MIT der Telefonnummer der Perrera, damit man dort weiß, dass man beobachtet wird und nicht alles tun kann, wonach einem gerade ist.

So läuft es nicht! Sie müssen wissen, dass es Menschen gibt, die alles tun, um den Hunden zu helfen und die um jeden Preis verhindern werden, dass in Zukunft solche abscheulichen Grausamkeiten passieren.

Cobie

Quelle: Protectora de Galgo's de Espana