Der Greyhound und seine Geschichte
Geschichte und Vorgeschichte
Der Greyhound, ein Hund der schon vor über 2000 Jahren mit den Kelten durch Europa zog, wurde auch im Mittelalter vorrangig von Fürstenhäusern als Statussymbol gehalten. Heute jedoch wird er durch die kommerziellen Hunderennen immer mehr zur Ware deklassiert. Seit einiger Zeit häufen sich die Nachrichten, dass vor allem in Irland und Spanien an den Greyhounds wahre GREUELTATEN begangen werden. So berichtete in Irland "THE STAR" im Jahre 1997 als erste Zeitung über das Ende eines Rennhundes.

Sie zeigte unter der Überschrift "BARBARISCH" einen Greyhound, der mit einem Stein um den Hals gebunden in einen See geworfen worden war. Weitere Fälle wurden bekannt, als Greyhounds vom Meer angespült wurden. Auch das Aussetzen im freien Gelände kommt vor. Obwohl wir täglich von einer Flut schlechter Nachrichten überhäuft werden, sind wir der Meinung, dass man die Augen und Ohren hiervor nicht verschließen darf. Nicht beachten würde bedeuten, diese wundervollen Tiere alleine ihrem Elend zu überlassen und stillschweigend die Mißstände zu dulden.

Aus diesem Grund möchten wir mittels dieser Homepage, unseren Beitrag dazu leisten, die Greyhound- und Galgoproblematik publik zu machen.

Spanische Tierschützer leisten eine enorme Arbeit!
Die Masse an Hunden ist kaum zu bewältigen, deshalb sind sie auf unsere Hilfe angewiesen.


Die Haltung der Greyhounds

Die Greys leben in Boxen. Hier sitzen sie auf ca.1 qm und warten darauf, dass sie zu ihrem nächsten Einsatz kommen oder kurzzeitig in Ausläufe gelassen werden, um ihre Notdurft zu verrichten. Bis zu 22 Stunden täglich fristen sie ihr Dasein in diesen kleinen Kisten, wo sie sich oftmals noch nicht einmal richtig ausstrecken können.
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Auf großen Rennbahn-Anlagen sind die Hunde in fabrikhallen-ähnlichen Gebäuden in bis zu 3 Boxen übereinander untergebracht. Dadurch, dass sie immer auf hartem und manchmal auch feuchten Boden (Holz oder Beton) liegen, haben viele von ihnen wundgelegene Stellen an den Gelenken sowie am Bauch.
Die größten Mißstände bezüglich der Haltung findet man in Spanien. Dieses liegt vor allem daran, dass die Hunde zum einen fast überhaupt nicht an ihren Verletzungen behandelt werden und zum anderen, dass die Rennbahn in einem wesentlich schlechteren Zustand ist als in anderen Ländern.
Auch finden vor dem Rennen keine Vorkontrollen statt, die dann Schlimmeres verhindern könnten. Ein "Warmlaufen" vor dem Rennen scheint man hier ebenfalls nicht zu kennen, denn nur so ist die hohe Anzahl von schmerzhaften Muskelabrißen zu erklären, die man dort findet. Schließlich handelt es sich bei dem Greyhound um einen Hochleistungsportler, der auch so behandelt werden muß, denn auch jeder Fußballspieler läuft sich vor dem Einsatz warm.
Häufig findet man auch Kapselabriße in den Zehen sowie fehlende Zehen. Die Negativbeispiele ließen sich noch unendlich fortführen, da selbst Brüche unbehandelt bleiben und der Greyhound trotzdem sein nächstes Rennen bestreiten muss. Für die Rennbahn sind diese absolut ungeeignet, nichts desto trotz können sie nach einer Behandlung ein langes und glückliches Leben als Familienhunde abseits jeglicher Rennbahnen führen. Die von den verschiedenen Vereinen vermittelten Hunde beweisen dieses immer wieder.

Der Greyhound - das zweitschnellste Säugetier überhaupt!

  • Weniger als 30 Sekunden braucht ein Greyhound für 480 m Sandbahn.
  • Weniger als 30 Sekunden entscheiden über Leben, Tod oder Weiterverkauf.
  • In weniger als 30 Sekunden entscheidet sich das weitere Schicksal des schnellsten Hundes der Welt.

Der Wert eines Greyhound wird einzig und allein an seiner Geschwindigkeit gemessen.
Unter dem Gejohle der Zuschauer laufen sie um ihr Leben, das oft nur so lange dauert,
wie ihre Kräfte es zulassen bzw. der Profit stimmt. Diejenigen aber, die es nach der 2ten und 3ten Chance immer noch nicht geschafft haben, unter den Ersten ins Ziel zu kommen, haben ihr Leben verwirkt und werden von ihren Besitzern entsorgt.
Ein langsamer Hund wird bei den Auktionen in Irland zum Teil für 5 Euro versteigert. Erfolgreiche Hunde erzielen oft Preise von mehr als 5.000 EUR. Doping gehört in Irland wie auch in Spanien zur Tagesordnung, ein offenes Geheimnis, das nach Berichten von Spanien- und Irland-Kennern auch nicht verschwiegen wird. Zur Tortur für das Tier wird es dann, wenn Schmerzmittel gespritzt werden, um den Hund unempfindlich für das Rennen zu machen. Ein Greyhound jagt fast immer hinter dem künstlichen Hasen her, um so schneller jedoch, wenn sein Schmerzempfinden verfälscht wird.

In Irland bezeichnen die Besitzer solche Hunde als "Loser" (Verlierer). Sie fassen es als persönliche Schande auf, einen solchen Hund zu besitzen. Was anschließend passiert, ist kaum zu glauben. Das Aussetzen der Tiere ist dabei noch das harmloseste.

Eine schnellere Art der Entledigung solcher "Loser" ist das Töten in den irischen Dog-pounds, diese bieten zum Teil auch "Sonderangebote": Greys before 11 o' clock 10 £


Diese Foto zeigt ein Vorderbein eines Greyhounds, der jahrelang im Renneinsatz war

Die Folgen von nicht artgerechten Haltungsbedingungen sind hier deutlich zu sehen. Streßbedingter Haarverlust ist sehr häufig bei Greyhounds zu finden. Dies gibt sich schon nach kurzer Zeit, wenn der Hund in seinem Zuhause zur Ruhe kommen kann.


Das Gebiß wird durch das ständige Tragen eines Maulkorbes stark in Mitleidenschaft gezogen, oftmals müssen ehemaligen Rennhunden schon im jungen Alter fast alle Zähne gezogen werden.


Viele Hündinnen werden während ihrer aktiven Rennkarriere, zum Teil über Jahre hinweg, nicht mehr läufig.

" Das Abschneiden der Ohren macht die Identifizierung der tätowierten, zum Rennen nicht mehr tauglichen Hunde, unmöglich. Der Besitzer der Hunde kann damit nicht mehr nachgewiesen werden und sich seiner "Verlierer" kostenlos entledigen."