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Klinik macht mit dem Einschläfern gesunder Tiere Geschäft |
| Klinik macht mit dem Einschläfern gesunder Tiere Geschäft Geheimer Handel mit Körperteilen Von Daniel Foggo Das Royal Veterinary College (RVC) unterhält einen Rahmenvertrag mit einer Tierarztpraxis und wird von dieser regelmäßig mit Organen und Körperteilen von Hunden beliefert. Ein Journalist, der undercover recherchierte und sich als Hundebesitzer ausgab, machte die schmerzliche Entdeckung, dass das Personal der Greyhound-Klinik in Essex sich bereit erklärte, absolut gesunde Greyhounds für je 30 Englische Pfund zu töten. Die Klinik wird dafür im Anschluss vom College bezahlt, das im Besonderen darauf besteht, nur Organe und Körperteile von solchen Greyhounds zu erhalten, die zum Zeitpunkt der Euthanasie gesund gewesen waren. Verwandte Themen Diese Praxis entsetzt nicht nur den RSPCA und Tierschutzorganisationen, sondern auch einen der Köpfe der kommerziellen Greyhound-Rennen selbst. Dieser Sport wird kritisiert, weil er sich über das Schicksal tausender Greyhounds ausschweigt, die Jahr für Jahr nach Beendigung Ihrer Rennkarriere spurlos verschwinden. Alistair McLean, Chef des National Greyhound Racing Club (NGRC) und die führende Instanz der kommerziellen Greyhound-Rennen, sagte, er sei „völlig baff“, dass dieser Handel mit Körperteilen tatsächlich stattfände. „Das ist komplett und äußerst unakzeptabel“, sagte er. „Es ist einigermaßen skandalös.“ „Wir sind geschockt über die Beweise, die ganz offensichtlich zeigen, dass die Bereitschaft wächst, Greyhounds für den Profit systematisch zu zerstören“, sagt der RSPCA. „Selbstverständlich möchten wir nicht daran glauben, dass es einen finanziellen Anreiz darstellen könnte, dem Leben eines Tieres ein Ende zu setzen.“ Maureen Purvis von der Greyhounds UK-Gruppe vergleicht diese Praxis mit der von Burke und Hare die Leichenräuber des 19. Jahrhunderts die Menschen töteten, um ihre Körper für Sezierungen zu verkaufen. „Was diese Klinik tut ist das tierische Äquivalent zu dem“, sagte er. „Es ist einfach absolutes Abschlachten.“ Obwohl die Gesetzeslage den Tierärzten erlaubt, nach eigenem Ermessen gesunde Tiere einzuschläfern, wird das in der Praxis nur sehr widerwillig getan. Der NGRC hält seine Trainer dazu an, Hunde nur dann einzuschläfern, wenn es gar keine andere Möglichkeit mehr gibt. „Sogar ein gebrochenes Bein kann oft ausheilen, aber einige Trainer finden es schlicht kostengünstiger, das Tier einschläfern zu lassen“, sagt ein Insider der Hunderennen-Szene. Es ist nun offensichtlich, dass einige Tierärzte auch einen finanziellen Anreiz darin sehen, gesunde Tiere ohne medizinische Indikation zu töten. Die Greyhound-Klinik von Essex liegt in einer kleinen Ortschaft, die tatsächlich ein „Greyhound-Dorf“ ist. In unmittelbarer Nachbarschaft der Klinik befinden sich die Zwinger von mindestens sechs Trainern, die beim NGRC registriert sind, zwei Greyhound-Altersruhesitze und eine Übungsrennbahn. Der Undercover-Journalist rief bei der Klink an und sprach mit der Leiterin, Donna Atkins, und erzählte ihr von seinen beiden Greyhounds, die er töten lassen wolle, weil er „keinen Platz mehr“ für sie habe. Der Journalist fragte, ob die Klinik jemals Blut bei Hunden abgenommen hätte, bevor sie getötet worden seien und Donna Atkins antwortete, dass das Royal Veterinary College ein- oder zweimal pro Woche Leute schicke, die Blut von getöteten Hunden abgenommen hätten. Als der Journalist wieder anrief, sagte Atkins: „Wir werden auch die Nebennieren herausnehmen. Ist das in Ordnung?“ Der Journalist antwortete, ja, das sei in Ordnung, und er betonte noch mal, dass seine Hunde nicht alt und völlig gesund seien. „Das ist angemessen, es ist kein Problem“, sagte Atkins. „Dann sehen wir uns morgen um 10.15 Uhr. Tschüss.“ Als der Journalist am nächsten Tag in der Klinik ankam, warteten bereits zwei Stundenten des RVC auf ihn. Sie stellten sich als Demi und Rick vor. Der Journalist erzählte ihnen, dass sein Bruder in Kürze mit den Greyhounds eintreffen würde und erklärte den beiden, dass mit den Hunden „gar nichts Schlimmes“ sei, aber die Studenten interessierte das offensichtlich gar nicht. Als er sie fragte, was sie mit den Nebennieren der Hunde anfangen wollten, erklärte Demi: „Wir entnehmen Gewebe von gesunden Hunden, schauen uns die Zellen an, legen sie in einen künstliche Umgebung und benutzen das für unsere weitere Forschung.“ Bevor der Journalist die Klinik wieder verließ, bezahlte er 60 Pfund an Frau Atkins für das Töten der fiktiven Hunde. Er musste keine Formulare unterschreiben und wurde kein einziges Mal nach seinem Namen, seiner Telefonnummer, Adresse oder nach Details gefragt, warum die Hunde getötet werden sollten. Er fragte Atkins auch, ob das RVC für Körperteile an die Klinik bezahlt. „Nein, nein, wir arbeiten im engen Verbund mit ihnen. Wir arbeiten alle zusammen. Es ist Teil ihrer Forschung und Lehre“, antwortete sie. John O’Connor, 65 Jahre alt, leitender Veterinär und Direktor der Klinik, erzählte dem Undercover-Journalisten, der sich nun als Mitarbeiter einer Firma ausgab, die Organe von Tieren beschafft, dass er einen exklusiven Rahmenvertrag mit dem RVC bis November innehält. Danach würde er die Situation neu bewerten und erwarte, dass er mindestens 30 Englische Pfund pro Tierkörperteil erzielen könnte. Als ihn später die Sunday Times zum selben Thema interviewte, verleugnete O’Connor einen Rahmenvertrag mit dem RVC, räumte aber nachträglich ein, dass er dem College pro Hund 10 Englische Pfund in Rechnung stellt. Er behauptete, dass er ein paar Hundert Pfund erhalten habe seit er mit der Lieferung von Körperteilen vor drei Jahren angefangen habe, und dass er vorhabe, das Geld für gemeinnützige Zwecke zu spenden. O’Connor sagte, dass er Hunde nur dann einschläfern würde, wenn sie medizinische Probleme hätten oder Aggressionen zeigen würden, und dass er die fiktiven Hunde nicht euthanasiert hätte. Ein Sprecher des RVC bestätigte, dass es ein Abkommen mit der Klinik gegeben habe, allerdings müsse den Besitzern der Tiere ein Formular vorgelegt werden, mit dem sie ihr Einverständnis über das Schicksal ihrer Haustiere geben. „Die Entscheidung für die Euthanasie eines Tieres darf nur dann erfolgen, wenn der Besitzer und der Tierarzt eine schriftliche Erklärung abgegeben haben.“ |