| Keine Gerechtigkeit für die ermordeten Greyhounds..... | |
|
South Devon Greyhound Action ist entsetzt über das Gerichtsurteil im Fall David Smith, mit welchem der Fall nun abgeschlossen wurde. Das Gericht verhängte eine Geldstrafe von 2000 Pfund und die Übernahme der Gerichtskosten von ebenfalls 2000 Pfund. Eben jener David Smith, den die Sunday Times im Juli letzten Jahres wegen des Tötens und Vergrabens von Greyhounds auf seinem Land angeklagt hatte. Es wurde behauptet, dass er über 10. 000 Hunde innerhalb der letzten 15 Jahre getötet habe und dass sein Vater die gleichen Dienste schon früher angeboten habe. Angeblich habe er für das Töten pro Hund 10 Pfund bekommen. Dazu benutzte er eine Bolzenpistole. Ungeachtet der Tatsache, dass Smith diese Scheußlichkeiten zugegeben hatte, konnte ihm keine Verletzung irgendeines Tierschutzgesetztes nachgewiesen werden. Lediglich die Tatsache, dass er die Tiere ohne Erlaubnis auf seinem Land verscharrt hatte, führte zu seiner Verurteilung. Greyhound Action Helfer versammelten sich außerhalb des Gerichtes zu einem massiven Protest, um mit Plakaten und Transparenten zu protestieren. Sie kamen aus Schottland, Newcastle, York, Coventry, Birmingham und Durham um an der Demonstration teilzunehmen, die von Greyhound Action North East organisiert wurde. Etwa 6 Polizisten waren aufgeboten worden. Als Smith ankam, wurde er zu seinem Schutz zum rückwärtigen Eingang des Gerichtes gebracht. Auf dem gleichen Weg verließ er nach der Verhandlung das Gericht.. Wie es scheint hat Smith seit Juli letzten Jahres über 30 Drohungen bekommen. Als Smith das Gericht verließ empfingen ihn die Demonstranten mit den Rufen „Mörder“. Jan Lakey, Sprecher von Greyhound Action North East, war während der Anhörung mit etwa 15 weiteren Greyhound Action Helfern im Gerichtssaal, um auf das Urteil zu warten. Seit seiner Anhörung im Februar war Smith auf Kaution frei gelassen worden. Es wurde seine angeschlagene psychische und physische Gesundheit, so wie seine finanzielle Situation bei der Gerichtsanhörung berücksichtigt. Annähernd 25 Freunde und Familienmitglieder von Smith waren ebenfalls im Gerichtssaal und als das Urteil verkündet wurde schrieen einige von ihnen triumphierend „Ja“. Die Sitzung dauerte etwa eine Stunde. Jan sagte: „ Ich war absolut erstaunt über das geringe Strafmaß, wir waren alle geschockt, ich war zum Gericht gekommen in der Erwartung, dass Smith eine hohe Geldstrafe und vielleicht sogar eine Gefängnisstrafe bekommen würde. Ich war so ärgerlich, als ich das Urteil hörte, ich brauchte einige Minuten um wieder ruhig zu werden, bevor ich mich den Medien stellen konnte, die auf ein Interview warteten. Das Urteil war noch nicht einmal annähernd das, was die Gerechtigkeit erwartet hätte. Keine Höhe des Urteils hätte genügt, aber es hätte als Abschreckung für jene dienen können, die ebenfalls diesen „Service“ anbieten. Die RSPCA meinte, dass der Gebrauch einer Bolzenpistole eine humane Art sei die Hunde zu töten und dass es keinen Beweis gäbe, dass Smith die Hunde inhuman getötet habe. Deshalb stand fest, dass kein Tierschutzgesetz gebrochen worden war. SDGA kann nicht verstehen, wie die RSPCA zu diesem Schluss kommen kann. Keiner von uns wird je das tragische Schicksal von Rusty dem Greyhound vergessen, der von Andrew Gough in den Kopf geschossen worden war, dem dann die Ohren abgeschnitten wurden und der auf einer Müllhalde im Rhymney Valley in Wales zum Sterben zurückgelassen wurde. Rusty, der viele Stunden später durch einen Spaziergänger mit Hund noch lebend aufgefunden wurde, musste jedoch auf Grund seiner Verletzungen von einem Tierarzt eingeschläfert werden. Auf Rusty war ebenfalls mit einer Bolzenpistole geschossen worden, er war aber nicht sofort tot und musste so über mehrere Stunden fürchterlich leiden. Gough wurde für das Leid, das er Rusty angetan hatte, mit 6 Monaten Gefängnis bestraft. Woher soll irgendjemand wissen, ob Smith die Hunde wirklich auf eine humane Weise getötet hat. Kann es nicht sein, dass einige der Hunde, die mit der Bolzenpistole getötet werden sollte, nur betäubt waren. Wenn dies der Fall ist, scheint es dann nicht sicher, dass diese Hunde lebend begraben worden sind? Jan fragte den prozessführenden Anwalt, warum die Körper der Hunde nicht exhumiert würden. aber man sagte ihr, dass dies keinem Ziel dienlich sei. Übereinstimmend mit dem Verteidiger wurde erklärt, dass Smiths Aktivitäten öffentlich bekannt waren und die Allgemeinheit davon wusste. Es scheint, dass viele Menschen in Seaham seine Taten akzeptierten und wir waren entsetzt zu erkennen, dass 2oo Menschen vor Ort eine Petition unterschrieben haben die besagt, welch guter Mensch er sei und man sagte uns, dass behauptet wird, ein ehemaliger Polizeioffizier wollte Smith vor Gericht ein Leumundszeugnis ausstellen. Was uns sehr interessant erschien war die Behauptung vor Gericht, dass die lokale Polizei ebenfalls seine Dienste in Anspruch genommen habe, dass sie verletzte Tiere, auch Hunde zu ihm gebracht hätten. Smith Verteidigung erwähnte, dass angeblich neben der lokalen Polizei die RSPCA und die lokale Verwaltung Smiths „Service“ in Anspruch genommen hätten, und die seines Vaters davor. Der Richter meinte, dass durch diesen Vorfall die neue Gesetzgebung zum besseren Schutz der Tiere zügiger in Angriff genommen würde und sich nun ein Wandel vollziehen werde. Durch die Medien, die sich für diesen Fall interessierten, ist dem Tierschutz ein guter Dienst geleistet worden, da sehr ausführlich in den verschiedensten Medien Bericht erstattet wurde. “Durch diese schreckliche Sache wurde die Aufmerksamkeit und das Bewusstsein für das geweckt und geschärft, was in der „Greyhound - Rennindustrie“ vorgeht.“ Für die Tierschützer ist es ein Verbrechen, dass dieser unglaubliche Mensch den Ort mit einer derart unzulänglichen Strafe verlassen konnte, der für Gerechtigkeit steht. Wo ist da die Gerechtigkeit? Den Greyhounds, denen das Leben auf so grausame Weise genommen wurde, ist keinerlei Gerechtigkeit widerfahren. Wenn ein Mensch einen anderen tötet, so wird er lebenslänglich inhaftiert und ein Mann, der tausende Greyhounds getötet hat, geht als freier Mann aus dem Gericht. Ob Smith 1000, 10 000 oder 10 Greyhounds getötet hat spielt keine Rolle, ein einziger Greyhound, der durch die Machenschaften der Rennindustrie getötet wird, ist einer zuviel, wie wir glauben. Es ist wichtig, dass wir uns immer wieder daran erinnern, das die Menschen, die mit der Greyhound Rennindustrie zu tun haben, die größte Schuld tragen, weil sie diejenigen sind, die eine Industrie hervorgebracht haben, die tausende von Hunden jedes Jahr tötet. So sehr Smith ein „Monster“ ist, die Rennindustrie ist das wirkliche Übel. Wir können sagen, dass die wunderschönen Greyhounds, die abgeschlachtet wurden, ihr Leben nicht umsonst verloren haben. Ihre Geschichte wanderte rund um den Globus und hat immens dazu beigetragen, das Leid, welches ihre Artgenossen täglich erleiden müssen, publik zu machen. Greyhound Action ist dadurch ihrem Ziel, die kommerziellen Hunderennen abzuschaffen, einen Schritt näher gekommen. Mit den besten Wünschen Ihr SDGA Team |
|