| Weiterer Todesfall auf britischer Hunderennbahn |
| Freelance Writers Autor: Tony Peters, Greyhound Action Eine internationale Windhundschutzvereinigung hat ihre Forderung nach einem Ende der Hunderennen im Peterborough Stadium wiederholt, nachdem bekannt wurde, dass schon wieder ein Hund auf der Rennbahn sein Leben lassen musste. Greyhound Action erhielt die Information von einem sympathisierenden Stadionmitarbeiter: Eine dreijährige Windhündin namens Rathtooterny Zip wurde während eines Rennens am Dienstag, dem 30. Dezember, tödlich verletzt. Der Hund wurde eingeschläfert, nachdem sein rechter Hinterlauf im dritten Rennen des Abends kurz hinter einer Kurve gebrochen war. Nach Angaben des Mitarbeiters war die Verletzung derart schlimm, dass „der Knochen herausragte“. Dieser neueste Vorfall ist traurigerweise nur einer von vielen in diesem Stadion hat sich bereits eine ganze Reihe von Windhund-Todesfällen ereignet. Am 18. Oktober wurden zwei Hunde eingeschläfert, nachdem sie sich bei Rennen in Peterborough schwere Verletzungen zugezogen hatten: Glandore Queen und Hanoi Son. Im Juli ging ein Aufschrei durch die Reihen der Tierschützer, als bekannt wurde, dass sich ein Greyhound namens He’s A Cheetah das Genick gebrochen hatte, als er in einem Rennen gestürzt war. Ein weiterer Hund, Milo Blackbird, war eingeschläfert worden, nachdem er versucht hatte, in einer Trainingsrunde mit anderen Greyhounds zu spielen. Und im April brach ein Greyhound namens Ashwell Assassin nach einem Rennen zusammen und starb. Der jüngste Vorfall ereignete sich acht Monate nachdem einem früherer Trainer aus dem Umfeld des Stadions untersagt worden war, Hunde zu halten. Die RSPCA hatte Anzeige gegen den Mann erstattet. Tony Peters, der Greyhound-Action-Koordinator in Großbritannien: „Ein Mann in verantwortlicher Position im Stadion hat uns nach dem Tod von Rathtooterny Zip kontaktiert. Er ist entsetzt davon, wie die kommerzielle Windhundrennen-Branche die Tiere misshandelt. Wir konnten ihn davon überzeugen, zunächst nicht zu kündigen, damit er uns weiter mit Informationen versorgen kann. „Dieser Reihe im Stadion umgekommener Windhunde ging die Verurteilung der früheren Hundetrainerin Rebecca Hagger voraus. Sie hatte drei Hunde unnötigem Leiden ausgesetzt und vier weiteren keine angemessene Versorgung zukommen lassen. Das Amtsgericht in Peterborough hat Hagger für die nächsten zehn Jahre die Hundehaltung untersagt, außerdem muss sie gemeinnützige Arbeit verrichten.“ (Weiteres dazu unter www.peterboroughtoday.co.uk/news/Dogs-left-to-suffer-in.4028724.jp) „Dieser letzte traurige Zwischenfall ist keine Überraschung für uns.“ „Dass sich Greyhounds während eines Rennens solche schrecklichen Verletzungen zuziehen, kommt leider allzu oft vor, wir erhalten viele Meldungen von Zuschauern oder von Angestellten der Rennbahnen.“ „Jedes Jahr ziehen sich tausende Greyhounds bei Rennen Verletzungen zu, oft sehr schwere. Hauptgrund sind die Streckenverläufe: Schnelle Geraden führen in enge Kurven, wodurch das Verletzungsrisiko für die Hunde enorm ist.“ „Weil die Besitzer der Rennbahnen finanzielle Einbußen befürchten, wenn sie Rennen absagen, müssen die Hunde oft unter unzumutbaren Bedingungen laufen, die ein hohes Verletzungsrisiko mit sich bringen.“ „Rathtooterny Zip hatte sich offensichtlich eine schwere Verletzung zugezogen, aber die Entscheidung, sie einzuschläfern, halten wir für zweifelhaft. Greyhounds mit gebrochenen Läufen können geheilt werden und noch ein langes, glückliches Leben haben. „Natürlich könnten solche Hunde keine Rennen mehr laufen. Wir nehmen also an, dass sie aus rein wirtschaftlichen Überlegungen getötet werden und nicht etwa, weil man sie von ihrem Leiden erlösen müsste.“ „Es ist traurig, dass sogar Greyhounds mit weniger gravierenden Verletzungen, die den Zuschauern gar nicht aufgefallen sind, eingeschläfert werden. Einfach, weil es sich für den Besitzer nicht rechnet, sie wieder ‚rennbereit‘ zu machen.“ „Ehemalige Rennhunde leiden später oft beträchtlich unter den unnatürlichen Belastungen, die sie während der Rennen aushalten mussten.“ „Noch erschreckender als die große Anzahl verletzter Hunde ist, dass jedes Jahr tausende Greyhounds eingeschläfert werden, nur weil sie nicht gut genug sind, Rennen zu gewinnen.“ „Nach unseren Erkenntnissen kommen jedes Jahr mehr als 15.000 Greyhounds zu Tode, weil sie ihren Besitzern für Erfolge auf britischen Rennstrecken ungeeignet erscheinen oder weil ihre ‚Karriere‘ zu Ende ist sei es, weil sie zu alt sind oder weil sie sich verletzt haben.“ „Das bedeutet, dass jede der 28 großen britischen Hunderennbahnen, zu denen auch Peterborough gehört, für den Tod von durchschnittlich über 500 Windhunden pro Jahr verantwortlich ist.“ „Laut der Tierschutzorganisation RSPCA verschwinden jeden Tag mindestens 20 Greyhounds entweder als Welpen, die nicht renntauglich scheinen, oder als drei- oder vierjährige ehemalige Wettbewerbshunde, die nun zu alt sind. Vermutlich werden sie einfach getötet.“ „In den letzten Jahren haben die Medien des Öfteren über das groß angelegte Abschlachten von ehemaligen Rennhunden berichtet. Mehrere Massengräber, in denen erschossene Greyhounds lagen, wurden in verschiedenen Teilen des Landes entdeckt.“ „Erst vor zwei Monaten berichtete die Sunday Times, dass eine Abdeckerei in Hertfordshire Windhunde aus Peterborough tötete. (Weiteres unter www.timesonline.co.uk/tol/news/uk/article5063056.ece)“ „Regionale Windhundrettungsgruppen leisten hervorragende Arbeit. Sie finden ein neues Zuhause für Hunde, die ihre ‚Rennkarriere‘ hinter sich haben. Leider ist das nur ein kleiner Teil der Peterborough-Hunde, die man loswerden will.“ „Greyhoundrennen sind außerdem der Grund für den Tod vieler tausend anderer Hunde: Freie Plätze, privat oder in Tierheimen, die andere streunende oder ‚nicht gewollte‘ Hunde besetzen könnten, werden von Windhunden eingenommen, die die Hunderennen-Branche nicht mehr braucht. Und so werden diese anderen Hunde eingeschläfert, weil es für sie keinen Platz gibt.“ „Die Bestimmungen, nach denen sich die Hunderennen in Peterborough und auf den anderen großen britischen Rennanlagen richten, unterstützen die Behandlung von Windhunden als ‚Wegwerfware‘. Sie gestatten den Hundebesitzern, die Tiere loszuwerden, wenn sie keine Rennen mehr laufen können auch Einschläfern ist erlaubt.“ „Greyhound Action ist der Meinung, dass diese unhaltbaren Zustände erst aufhören können, wenn es keine kommerziellen Hunderennen mehr gibt. Neun amerikanische Staaten haben Hunderennen in den letzten Jahren abgeschafft, warum also sollte ein Verbot in Großbritannien nicht möglich sein?“ „Bis dahin versuchen wir, die Leute dazu zu bringen, Hunderennen zu boykottieren. Wenn genug Menschen aufhören, die Rennen zu besuchen und zu wetten, erledigt sich das Problem von selbst.“ „Unsere Unterstützer vor Ort stehen im Rahmen ihres Kampfes gegen die Hunderennen oft vor der Bahn in Peterborough, um zu demonstrieren und Flugblätter zu verteilen. Nach diesem jüngsten schrecklichen Vorfall werden sie zweifellos ihre Anstrengungen verdoppeln.“ Mehr Informationen bekommen Sie von Tony Peters unter der britischen Telefonnummer 01562 700 043 oder 07703 558724 und unter www.greyhoundaction.org.uk Für Autoren K9 Magazine freut sich über Beiträge von freien Autoren. Informationen zu Einsendung von Artikeln zu Hundethemen finden Sie auf unserer Website: See this author’s webpage Another Fatality on British Greyhound Track January 7, 2009 by Freelance Writers Written by Tony Peters of Greyhound Action An international greyhound protection group has renewed its calls for greyhound racing to be brought to an end at Peterborough Stadium, after receiving news of the death of yet another dog at the track. Greyhound Action was contacted by a sympathetic stadium official, who informed them that a three year old female greyhound, called Rathtooterny Zip, was fatally injured during a race last Tuesday (December 30th). The dog was “put down” after her right hock snapped just after she had rounded a turn in the third race of the evening and, according to the official, the break was so bad that the “bone was sticking right through the skin”. This latest incident is, sadly, just one more addition to a whole catalogue of fatal injuries and deaths of greyhounds that have occurred at the stadium. On October 18th, two dogs, Glandore Queen and Hanoi Son, were “put down”, after sustaining serious leg injuries while racing at Peterborough. In July there was an outcry amongst animal protection campaigners at the news that a greyhound (He’s A Cheetah) had broken his neck after falling during a race and another (Milo Blackbird) had been “put down” after trying to play with other greyhounds in a trial at the stadium. And, in April, a greyhound called Ashwell Assassin collapsed and died following a race. The latest revelation comes just 8 months after a former trainer attached to the stadium was banned from keeping dogs following an RSPCA prosecution. Greyhound Action’s UK Co-ordinator, Tony Peters, said: “A man who holds a responsible position at the stadium has been in touch with us regarding the death of Rathtooterny Zip last Tuesday. He has become disillusioned with the greyhound racing industry, because of the illtreatment of the dogs, but we have persuaded him to remain in his job, at least for the time being, so he can provide us with information. “This string of greyhound deaths at the stadium follows the conviction in April of former greyhound trainer Rebecca Hagger for causing unnecessary suffering to three greyhounds and failing to meet the welfare needs of another four. Peterborough Magistrates banned Hagger from keeping animals for 10 years and ordered her to do community service. (See www.peterboroughtoday.co.uk/news/Dogs-left-to-suffer-in.4028724.jp) “This latest tragic incident, very sadly, comes as no surprise to us. “Such horrific injuries to greyhounds racing on the tracks are all too common and we are often contacted by members of the public or sympathetic stadium workers who have witnessed them. “Thousands of injuries to racing greyhounds occur every year, many of them serious. The main reason for this is that the shape of the tracks, with fast straights leading into tight bends, creates a very dangerous environment for dogs to run in. “Because track owners fear they will lose money through racing being called off, races are quite often run in unsuitable conditions, which increase the risk of dogs getting injured. “The injury to Rathtooterny Zip was obviously serious, but we would question the decision to put her down. Broken hocks in greyhounds, even when serious, can be repaired and they can go on to live long and happy lives afterwards. “Obviously, such dogs would no longer be any good for racing, which is why we believe the greyhounds’ lives were ended for commercial reasons, rather than out of genuine concern for their well-being. “Sadly, even less serious injuries, which spectators may not be aware of, can still end up being lethal, as greyhounds are often “put down”, if it’s considered to be not worth the money to get them fit for racing again. “Ex-racing greyhounds often suffer considerably in later life because of the unnatural stresses and strains imposed on their bodies through racing on the tracks. “Even more serious than the large number of injuries to racing dogs is the fact that many thousands of greyhounds get put to death every year, simply because they are considered not good enough for racing. Our latest research indicates that over 15,000 greyhounds are “put down” annually after being judged unsuitable to race on British tracks or when their racing “careers” come to an end, either through age or injury. “This means that each of Britain’s 28 major dog tracks, including Peterborough is, on average, responsible for the deaths of more than 500 greyhounds annually. “According to an RSPCA statement ‘at least 20 greyhounds a day - either puppies which do not make the track, or retired dogs aged three or four - simply disappear, presumed killed’. “In recent years, national media exposés have highlighted the wholesale slaughter of ex-racing greyhounds and several mass graves containing the bodies of shot greyhounds have been discovered in various parts of the country. “And, just two months ago, the Sunday Times reported that a knackers yard in Hertfordshire was killing greyhounds that had come from Peterborough. (See www.timesonline.co.uk/tol/news/uk/article5063056.ece) “There are local greyhound rescue groups, who do excellent work in finding homes for some of the dogs that ‘retire’ from racing at the stadium, but this only amounts to a minority of the greyhounds disposed of because of the existence of the Peterborough track. “Greyhound racing also causes the death of many thousands of other dogs apart from greyhounds, as places in homes and rescue kennels, which could go to other stray and ‘unwanted’ dogs, are taken up by greyhounds got rid of by the racing industry, meaning that those other dogs are ‘put down’ because there is nowhere for them to go. “The rules of that controls dog racing at Peterborough and Britain’s other major tracks, encourage greyhounds to be treated as disposable commodities, by allowing racing owners to get rid of dogs, including having them put to death, once they are no longer of use for racing. “Greyhound Action believes that the only real solution to this horrific state of affairs is for commercial greyhound racing to be ended. Nine states in the USA have banned greyhound racing in recent years, so there is no reason why a ban shouldn’t be imposed in the UK. “In the meantime it is important to educate the public to boycott greyhound racing. If enough people refrained from attending greyhound racing and stopped betting on races, then the activity would die out through lack of support. “Our local supporters demonstrate and distribute leaflets quite frequently outside Peterborough Stadium, as part of their campaign to end dog racing there, and this latest appalling incident will, without doubt, cause them to redouble their efforts.” For more information, contact Tony Peters on 01562 700 043 or 07703 558724. See also the Greyhound Action website at www.greyhoundaction.org.uk Author Details K9 Magazine welcomes submissions from freelance contributors. If you would like information on submitting dog related articles for publication see our webpage - See this author's webpage |