Tödliche Rennbahn von England
Die tödlichen Rennbahnen von England

Das durchschnittliche Alter für einen Greyhound in Rente zu gehen ist um die 3 ½ Jahre, nachdem er in ca. 50 Rennen gelaufen ist. Die Länge der Karriere hingegen variiert außerordentlich und ist häufig bewirkt durch eine plötzliche, manchmal schockierende Verletzung. Es ist das vorletzte, mittägliche Rennen am 13. Januar in der Green Halle, Greyhoundrennbahn in Birmingham. Während die Hunde gerade die Bahn entlang rennen, hört man einen, sich den Magen umdrehenden, Knall in dem Stadion und Gulleen Star hält sofort an. Gemäß der Aussage seines Trainers Alan Bodell, hat der schwarze Rüde sich seine linke Hacke komplett in 2 Teile zerschmettert. Der Trainer fügt hinzu:“….Ich bin seit langem im Greyhoundrennen, lange genug, um zu wissen, was passiert. Es ist nicht schön.“

Und es wird vermutet, dass mehr als 1.000 Greyhounds als Folge von solchen Verletzungen, erlitten auf britischen Rennbahnen, eingeschläfert worden sind. Und wenn man dies in einen Kontext bringt, der Betrag ist mehr als 10 per Cent für die neuen Registrierungen in 2009 für Greyhounds, die gegeneinander auf der Rennbahn antreten, reguliert von dem Greyhound Board of Great Britain (GBGB). Bodell rechtfertigt den Tod von Gulleen Star indem er sagt, dass Greyhounds für Rennen da sind und dass der Hund genau das gemacht hat, was er liebt. Es ist eine Schlagzeile, welche die Trainer wieder und wieder aufsagen, die weiter die Ausbeutung und Misshandlung von Greyhounds in Bezug auf Pferderennen rechtfertigen – ein Sport, der in dem Staat Victoria, Australien, am Ende von 2010 verboten wird, als Folge des Tods von „nur“ 20 Pferden in einer Periode von 2 Jahren.

Das extreme und unübliche Wetter in ganz England im Januar sah viele Greyhounds Meetings storniert, wobei die Rennen nicht unterbrochen wurden; es war Geschäft wie üblich mit einer immer steigendem Nummer von zerschmetterten Greyhounds.

Für Loughmore Boy, Rennen Acht in Peterborough am 2. Januar war es sein Letztes. Der wunderschöne, schwarze Rüde kollidierte mit Kangaroo Brice auf der Gegengeraden, stieß Loughmore Boy in die Absperrung und zerschmetterte seinen linken Vorderlauf. Trainer Bryn Ford sagte. „Der Hund war in so einer Notlage, aus dem Maul schäumend….es sah aus, als ob er an einem Schock gestorben wäre.“ Der Rennbahntierarzt beendete schnell das tierische Leid außerhalb der Sicht der Besucher, welche vom Restaurant oder den Bars zuschauten.

In Oxford am folgenden Tag, wurde Kilkeedy Blue eingeschläfert, nachdem er seine rechte Ferse gebrochen hatte - während verhandelt wurde - und eine Woche später brach sich Ardere Express sein Genick, nachdem er auf der Kinsley Bahn zusammengeprallt und umgeworfen wurde - während die Verhandlungen weitergingen.

Vorfälle wie diese beiden bringen die Ausstattung der Rennbahnen in Frage, dass hauptsächlich die langen, geraden Bahnen, endend in engen Kurven, verantwortlich sind. Stellen Sie 6 Greyhounds in die Menge und es ist ein Rezept für ein Desaster mit vielen Verletzten begründet, dass die Hunde alle in eine Reihe rasen ( 190 verzeichnete Hunde fielen/scheiterten alleine im Januar gegen Hunde, die die Strecke nicht beendeten ( mit der wahren Kennzahl von vielen mehr)).

Malbay Katy überlebte die erste Kurve, aber leider nicht die zweite als sie am 22.Januar in Doncaster lief. Der Verwalter kommentierte dies wie folgt: Blk1, Ck2 ( vereitelt 1, gecheckt 2) In der Realität war die blaue Hündin gescheitert und ihr rechtes, hinteres Bein war „aufgeschlitzt“ vom Knie abwärts, laut ihres Trainers Keith Davis, welcher weiter hinzufügte: „ Jeder Hund rannte in der Ecke zusammen und sie war das Mett im Sandwich.“

Davis, welcher den Unfall als “abscheulich” und „eigenartig“ beschrieben hat, hörte sich echt erstaunt an als er über den Verlust von Malbay Katie erzählt, aber war auch philosophisch: „Sobald die Hunde die Bahn bedauerlicherweise verlassen sind sie verlassen und du musst nehmen, was kommt.“

Viele Greyhounds sind zu Recht aufgrund von Verletzungen eingeschläfert worden, aber eine große Anzahl sind auch ausschließlich aus ökonomischen Gründen zerstört worden. In der Tat bietet der GBGB in geeigneter Weise eine Box für Besitzer an, wo sie „Rente“ bei solchen Ereignissen ankreuzen können ( nicht anwendbar für nationale Champions, welche ihren Wert in Gold als Zuchtmaschinen aufwiegen können).

Ein anderer Greyhound, welcher sich sein Bein auf der Hall Green in Januar brach war Glenske Sky. Dieser Hund allerdings, wäre möglichweise der Nadel des Tierarztes entkommen. Trainer Gerry Ballentine hatte den Greyhound am nächsten Tag untersucht, aber offensichtlich war die Verletzung ein „großer Job“ mit keiner Garantie dass es am Ende hilft.“ Ballentine konnte sich noch nicht einmal erinnern, welche Ferse es war und die schwarze Hündin wurde am 12. Januar eingeschläfert.

Skywalker Brenda

January 2008 ~ 15th January 2010

Rest in Peace

Fersenverletzungen sind eine der meisten Verletzungsgründe für die Beendigung einer Karriere und immer das Ergebnis, dass der Hund eingeschläfert wird. Skywalker Brenda war keine Ausnahme, als ihre rechte Ferse aufgegeben hatte, während des Rennens am 15. Januar. Die schwarze Hündin wurde nur 24 Monate alt.

Fida Cascada

2nd March 2006 ~ 24th January 2010

Rest in Peace

Und mit dem Brechen des Vorderlaufs in Perry Barr, Birmingham am 24. Januar sah Fida Cascada sich in die Strichliste von Greyhounds eingereiht, welche ihr Leben im ersten Rennmonat des Jahres gelassen haben, alle im Namen des Sports, alle schnell vergessen. Es ist nur wenig Platz sentimental beim Greyhoundrennen zu sein und Hunde können relativ kostengünstig ersetzt werden.

Im Januar verzeichneten Verwalter 346 Greyhounds, welche die Strecke nicht beendet/ beendet haben, eine Kennzahl deckt 344 Hunde. Und weitere 93 Hunde wurden als lahm oder gebrochen bezeichnet. Wie viele wieder rennen werden wird man sehen. Wie viele eingeschläfert werden ist unmöglich zu sagen – die Industrie wird sich dieser Sache vergewissern. Verletzungen von Greyhounds und eingeschläferte Greyhounds durch eine Verletzung ist das sensibelste und vorsichtigste Thema beim Rennen.

Was der GBGB Ihnen erzählen wird ist, dass weit mehr als eine Viertel Millionen Pfund in die Verbesserung der Sicherheit der Rennbahnen in den letzten Jahren gespendet wurde, aber wenn man dem Feedback der Trainer nach urteilt, hatte es nur eine marginale Einfluss auf die Häufigkeit und Art der Verletzungen, welche Greyhounds aushalten müssen.

Wir hatten gedacht, dass es in England Tierschutzgesetze gibt, die Tiere vor Schmerz, Leid und Verletzung schützen.

Clive Ellis

Quelle: www.greytexploitation.com