Die Tage der Windhundrennen in den USA sind gezählt
Gute Nachrichten für Greyhounds von jenseits des großen Teichs

Zahlen aus dem Februar zeigen, daß die Einnahmen des Dubuque Greyhound Park in Iowa um über 6% gefallen sind.

Ein Senatskommitee in Colorado bestätigte eine Verordnung zur Erleichterung von Wetten bei Fernsehübertragungen von Windhundrennen.

Betreiber von Rennzwingern beklagen, daß “ dies der letzte Nagel im Sarg” der Live-Rennen sei, die eigentlich schon im letzten Sommer gestoppt wurden, als die Vertragsverhandlungen zwischen Zwingerbetreibern und Rennbahnbesitzern scheiterten. Die Rennveranstaltungen im Staat Colorado werden von einer einzigen Firma, BLB Investors, kontrolliert, die im letzten Juni die Mile High Rennbahn geschlossen hat und wegen finanzieller Schwierigkeiten kein Geld für Investitionen in neue Bahnen mehr aufbringen kann.

Die Aufsichtskommission für Pferde- und Hunderennsport in Texas sieht sich einem Rückgang von 14% gegenüber, überwiegend verursacht durch schwindende Wetteinnahmen.

Die Abgeordnete Mary Cooney, die Windhundrennen auf New Hampshires zwei verbliebenen Rennbahnen in Belmont und Seabrock gesetzlich verbieten möchte, an Reporter: “Ich habe die Sache mal durchgerechnet. Wenn die Beschäftigten dieser beiden Rennbahnen arbeitslos werden, sind sie finanziell besser dran und kosten den Staat weniger.” Das Inventar de kürzlich geschlossenen Rennbahn in Hinsdale wurde im April versteigert, um zur Rückzahlung von $1.75 Mio an die Gläubiger beizutragen.

1989 gab es in Wisconsin 5 Hunderennbahnen. Davon ist nur noch Dairyland in Kenosha übrig, deren Besitzer erwarten nach geschätzten Verlusten von circa $2.48 Mio für 2008 nun Verluste von $2.8 Mio in 2009.

Zu seinen Höchstzeiten verfügte diese Bahn über 20 Zwinger für mehr als 1,200 Hunde. Zur Zeit sind es noch annähernd 700 Hunde in 11 aktiven Zwingern. 2 wurden erst kürzlich wegen finanzieller Probleme geschlossen.

Die Twin River Windhundrennbahn auf Rhode Island steht am Rande des Bankrotts. Die Wetten auf Rennen fielen dort von $37.9 Mio vor zehn Jahren auf $13.2 Mio in 2008 und die Rennbahnbesitzer tun sich schwer, $565 Mio an Krediten zurückzuzahlen.

Anfang dieses Jahres organisierten US-amerikanische Greyhoundschützer eine erfolgreiche Protestkampagne, um die Einführung von Hunderennen in Jamaika zu verhindern.

03.09.2009
von Greyhound Action

Quelle: http://www.greyhoundaction.org.uk/pdf/RftL%20MayJune%202009.pdf