Greyhounds in Irland
Die Wochenendausgabe der irischen Times veröffentlichte am 20. November 2004 den Finanzplan der irischen Regierung für das Jahr 2005

Das Budget für die Greyhound- und Pferdeindustrie beträgt 69 Millionen Euro.
Die Combat Poverty Agency bekommt nur 4,1 Millionen.
Für das Bildungs- und Sozialwesen, eine große Initiative der Regierung um das verheerende Schuleschwänzen zu bewältigen, werden nur 7,8 Millionen zur Verfügung gestellt.
Der Nationale Erziehungs- und Psychologen Service, der zur Aufgabe hat, Kinder vor dem Verlust ihrer Lebenschancen zu bewahren, weil ihre Probleme nicht erkannt und nicht gelöst werden, bekommt nur 600.000 Euro.
Es ist klar ersichtlich, wo die Regierung ihre Prioritäten setzt und wie die Verbreitung von Greyhound- und Pferderennen unterstützt wird.
Notaufnahme eines "dämlichen" (gedopten)Hundeführers
Irish Independent vom 16.11.2004
Rubrik: Hunde Chat - John Martin c/o Greyhound Journalist.

Eine der ständig überlasteten Notaufnahmen unseres Landes hatte diesen Monat eine ziemlich bizarre Krankeneinweisung, die erneut das Ausmaß des Dopingproblems unterstreicht, dem die Greyhound Behörde Bord na gCon gegenübersteht.
Jemand, der mit Greyhounds zu tun hat erschien von Schmerzen geplagt und mußte dem diensthabenden Arzt eine peinliche Geschichte erzählen. Bevor er auf die Rennbahn ging, hatte der Mann versucht, einem seiner Hunde im Zwinger eine Injektion mit einer verbotenen Substanz zu geben. Vielleicht hatte der Greyhound die Erfahrung ja schon mal gemacht. Der Hund flippte aus und der Besitzer schaffte es, die Spritze in seinen eigenen Oberschenkel zu stechen.
Die Bedingungen hier sind extrem. Es besteht kein Zweifel daran, daß die Handhabung von Aufputschmitteln im Greyhound Rennen in Irland eine normale Angelegenheit ist. Nicht alle Hundeführer wissen, was sie machen. Einige geben Sedative wie Lagactyl um die Hunde daran zu hindern, ihr Bestes zu geben. Andere verabreichen Viagra in dem Glauben, das es den Herzschlag erhöht und den Hund antreibt, schneller aus der Startbox zu kommen, als die anderen Hunde.
Es ist ein gefährliches Geschäft und nicht nur weil es verlogen ist. Die Konsequenzen können weitreichend sein. Ein irischer Greyhound, der in England Bestzeiten lief, steht unter dem Verdacht, Injektionen mit EPO bekommen zu haben. Doping bei Greyhounds mit EPO ist bei Blutuntersuchungen nicht nachweisbar. Fakt ist, daß die Nebenwirkungen in großem Ausmaß schädigen und der Greyhound unter höllischen Entzugserscheinungen leidet, wenn die Droge abgesetzt wird. Die nachteiligen Folgen äußern sich durch schlechte Deckleistungen und es ist ein ziemlich fehlerhafter Trend, Greyhounds während ihrer Rennkarriere unter Drogen zu setzen.

PRESSEMITTEILUNG GREYHOUND ACTION
Der Artikel bezieht sich auf einen Vorfall, bei dem ein Greyhound Trainer versuchte, seinem Hund Drogen zu injizieren und sich diese versehentlich selbst verabreichte. Der Trainer suchte die Notaufnahme auf, um behandelt zu werden.

Wir rufen heute Abend die Polizei an und nahmen heute Kontakt zu Minister John O Donoghue's Ministerium (Kultur, Sport und Tourismus) auf um diesen Vorfall vollständig aufzuklären. Wir wissen, daß es eine organisierte Gruppe gibt, die die Droge VIAGRA auf den Rennbahnen in Irland verkauft. Diese Droge wird von Dealern verkauft, die sie auf Rezept von Ärzten bekommen. Andere Drogen werden in großem Umfang auf den Rennbahnen benutzt, weil es wenig Kontrollen gibt. Der Vorfall mit diesem Trainer hebt hervor, wie dringend volle Verantwortung und Offenheit in dieser Industrie benötigt werden, die für den Tod tausender junger Hunde im Jahr verantwortlich ist.

„Greyhound Action“ will ein Ende der Greyhound Rennen sehen, dies ist die einzig Lösung um das Leiden zu beenden. Die Hunde leiden unvorstellbar und permanent unter den Händen ihrer Trainer und Besitzer und sollten nicht der Hölle eines Drogenentzugs ausgesetzt werden, wie z.B. EPO, ein Steroid, das sich nicht nachweisen läßt, oder Largacytol, ein Sedativum, das ebenfalls auf Rennbahnen eingesetzt wird, um die Hunde langsamer zu machen.

Wir von Greyhound Action rufen alle Personen, die weitere Informationen über Drogeneinsatz haben auf, uns sofort zu kontaktieren. Sie können anonym bleiben.

Scheinbar sind die Listen mit Doping- und Drogennachweisen der Bord na gCon der letzten 5 Jahre bis zu den letzten 18 Monaten auf mysteriöse Weise verschwunden. Scheinbar bemerkt man den Drogenmißbrauch, wenn die Drogen abgesetzt werden, der Hund in den Ruhestand geht und decken soll. Die Hunde sterben buchstäblich an den Entzugserscheinungen. Die gleichen, schwerwiegenden Skandale wie im Pferderennsport gibt es auch in der Welt der Hunderennen.

Greyhound Action Ireland.
PO Box 4734.
Dublin1.

Die Arbeit der irischen Tierschützer ist jetzt schon sehr schwierig.In den nächsten Jahren wird es sicherlich nicht besser werden. Weitere Informationen über die Arbeit von Tierschützern in Irland finden Sie hier: www.limerickanimalwelfare.com

Ein alltäglicher Fall für die irischen Tierschützer:

Angel bei ihrer Rettung