Die Wähler sind aufgerufen, über Hunderennen zu entscheiden

Die Wähler sind aufgerufen, über Hunderennen zu entscheiden

von Katie Curley,
Redaktionsmitglied

NEWBURYPORT – Die Kampagne setzt auf krasse Bilder: Videos von Windhunden, die auf der Rennstrecke straucheln, ins Schleudern geraten und dann in Absperrungsmauern krachen, sowie Fotos der beengten und schäbigen Lebensbedingungen der Hunde.

Hundeschützer hoffen, dass diese Bilder ihre Wirkung nicht verfehlen, wenn am 4. November Gesetzesvorschlag Nummer 3, der ein Ende der Hunderennen fordert, zur Wahl steht.

Die Bilder sind auf der Website von Protect Dogs zu sehen, einem Förderer dieses Gesetzesvorschlags. Die Gegner des Rennverbots rufen indes die Wähler auf, im Umgang im Statistiken und Werbekampagnen kritisch zu bleiben.

Wir glauben nicht, dass es auf den Rennstrecken zu Misshandlungen oder Grausamkeiten kommt“, sagt Holly Stump vom North Shore Kennel Club. „Diese Initiative geht von Leuten aus, die eine bestimmte Einstellung zu Hunderennen haben und diesen Sport ganz einfach nicht mögen.“

Der Gesetzesvorschlag wird unterstützt von der Humane Society der Vereinigten Staaten, der Animal Rescue League of Boston, von Grey2k USA und der Massachusetts Society for the Prevention of Cruelty to Animals. Sollte der Vorschlag akzeptiert werden, würden Hunderennen genauso unzulässig sein wie jede andere Form von Wettgeschäft und Sportwetten im Bay State.

Jeder Verstoß gegen das Gesetz würde mit einer Geldstrafe von mehr als 20.000 US-Dollar belegt. Das Gesetz würde zum Januar 2010 in Kraft treten und den Betrieb der beiden Hunderennstrecken im Staat – Wonderland in Revere und Raynham Park außerhalb von Taunton – zum Erliegen bringen.

ȍie Chancen stehen gut, dass der Antrag angenommen wird“, sagt Brian Adams, Sprecher der MSPCA. Im Jahr 2000, als sie nicht beteiligt war, scheiterte die Vorlage bei der Wahl – diesmal hofft die MSPCA mit ihrer tatkräftigen Unterstützung dem Anliegen den nötigen Auftrieb zu geben. „Im Moment liegen wir in den Umfragen vorn. Viele Menschen haben mit ihrer Unterschrift dafür gesorgt, dass sie überhaupt zur Wahl steht.“

Gegner der Vorlagen bitten die Wähler, nicht auf die Behauptung hereinzufallen, die Windhunde würden schlecht behandelt, und verweisen auf die Arbeitsplätze und Steuereinnahmen, deren Verlust schwerer wiegen würde als die angeblichen Vorteile des Verbots.

Die Massachusetts Animal Interest Coalition ruft die Wähler auf ihrer eigens geschaffenen Website „schützt Hunde und Arbeitsplätze“ auf, gegen das Verbot zu stimmen.

In einer Äußerung Linda Jensons, Präsidentin der Vereinigung Racing Owners Assisting Racers Inc., heißt es, dass das Verbot mindestens 1.000 Voll- und Teilzeitjobs vernichten würde. Sie behauptet, die Fakten, die über die Rennen und die offiziellen Rennstrecken verbreitet würden, seien „mehr als strittig“.

Weiter heißt es: „Die Unterstützer der Vorlage 3 gehören zu einem Spendensammel-Apparat, der von Staat zu Staat zieht, Initiativen und Referenden zur Wahl stellt, Unterstützung vor Ort zusammentrommelt und Geld beschafft.“

Der Widerstand des Kennel Clubs

Inzwischen hat sich der North Shore Kennel Club gegen die zur Abstimmung stehende Vorlage gestellt. Der Club mit Sitz in Middleton fungiert als Bindeglied zwischen den Hundebesitzern und der Öffentlichkeit.

Wenn Sie die Zahlen der beiden Rennstrecken in Massachusetts mit ihren insgesamt 465.00 Hunden am Start einmal genau betrachten, sehen Sie, dass die Verletzungsquote bei 0,15 liegt“, sagt Holly Stump. „Das sind 800 Verletzungen in den vergangenen zehn Jahren.“

Stump sagt, ihr Club wehre sich gegen das Verbot der Windhundrennen, da beinahe 100 Prozent aller Hunde nach ihrer Rennkarriere adoptiert würden und die tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort in den letzten fünf Jahren dank einiger Veränderungen im Renngeschäft nicht den Darstellungen der Befürworter entsprächen.

ȍie Befürworter berufen sich oft auf ältere Statistiken aus den Jahren 2002 oder 2000. Seitdem ist viel geschehen: Hunde werden adoptiert und die Rennen haben Adoptionsprogramme“; sagt Stump. „Unwürdige Bedingungen gibt es nicht. George Carney (von der Raynham-Rennstrecke) wurde in den letzten 40 Jahren unzählige Male von der MSPCA besucht und nie ist etwas beanstandet worden. Brian Adams von der MSPCA wird das gern bestätigen.“

Frau Stump merkt an, dass die Verletzungsquote von Windhunden statistisch gesehen niedriger ist als die von Sportlern auf der Highschool.

Ich weiß, dass viele der Videos, die sie verwenden, nicht einmal in diesem Staat aufgenommen wurden“, sagt Stump. „Wenn die Umstände wirklich so schrecklich wären und es zu Misshandlungen käme, gäbe es wirklich einen Grund, die betroffenen Rennstrecken zu beanstanden.

Pamela Corkum, Besitzerin von Pawsitively Pets in der State Street, sagt, letztes Wochenende hätten sich Mitglieder von Retired Greyhounds as Pets aus Seabrooke, einer Organisation, die von der Rennstrecke aus arbeitet, vor ihrem Laden versammelt, um für die Adoption ausgeschiedener Windhunde zu werden, aber die Diskussion sei schnell politisch geworden.

⃚s Gespräch wurde immer hitziger“, sagt sie. „Die Leute ereifern sich wirklich wegen dieser Sache.“

Zur Statistik

Nach Angaben der staatlichen Rennkommission haben die Rennparks und -strecken seit dem Jahr 2000 dem Staat ungefähr 40 Millionen US-Dollar an Steuern, Abgaben und Gebühren eingebracht und über 1.000 Menschen beschäftigt.

Laut Protect Dog werden die Windhunde für mehr als 20 Stunden in Käfige eingesperrt und in einem Monat des Jahres 2005 starben 19 Hunde im Wonderland Windhundpark an einer mysteriösen Krankheit. Gegen Ende des Jahres 2003 und Anfang 2004 wurden Windhunde in Wonderland positiv auf Kokain getestet.

Anhänger der Schutzbemühung ziehen auch staatliche Aufzeichnungen heran, die belegen, dass seit 2002 mehr als 800 bei Rennen eingesetzte Windhunde verletzt wurden, einschließlich Hunden mit gebrochenen Beinen, Lähmungserscheinungen, Schädelverletzungen und Herzstillstand mit Todesfolge.

Pamela Corkum gibt zu, sich noch nicht ausführlich mit den Argumenten beider Seiten auseinandergesetzt zu haben, aber ihr größtes Anliegen sind die Umstände, unter denen die Hunde leben müssen.

⃚s ist nur meine Meinung, aber ich glaube, den Hunden geht es besser, wenn sie ein richtiges Zuhause haben, statt in Zwingern zu leben“, sagt sie. „Die Hunde sind zum Rennen geboren und sie lieben es zu rennen, das ist es nicht, aber eine Sportveranstaltung, nach dem sie wieder nach Hause gehen könnten, kommt mir viel tiergerechter vor, als sie alle zusammen einzusperren.“

VORLAGE DREI AUF EINEN BLICK

Dieser Gesetzesvorschlag würde alle Hunderennen oder Rennveranstaltungen in Massachusetts verbieten, bei denen irgendeine Form von Wettgeschäft auf Geschwindigkeit oder Leistungsfähigkeit der Hunde betrieben wird. Der stattlichen Rennkommission wäre es nicht erlaubt, einen Antrag auf eine Rennveranstaltung für Hunderennen jedweder Art zu genehmigen. Jeder Verstoß gegen das vorgeschlagene Gesetz würde mit einer Geldstrafe von mindestens 20.000 US-Dollar geahndet, zahlbar an die Kommission. Die Strafzahlung würde den Verwaltungsaufgaben der Kommission zugutekommen, vorbehaltlich der Zustimmung des Gesetzgebers. Alle bestehenden gesetzlichen Regelungen der staatlichen Verfassung, die Veranstaltungen für Hunde- und Pferderennen betreffen, würden so auszulegen sein, dass sie nicht für Hunde gelten. Diese Änderungen würden zum 1. Januar 2010 in Kraft treten. Bei Ungültigkeit einzelner Teile des vorgeschlagenen Gesetzes behalten die anderen Teile ihre Gültigkeit.

EINE JA-STIMME würde Hunderennen, bei denen Wettgeschäfte betrieben werden, ab dem 1. Januar 2010 verbieten.

EINE NEIN-STIMME würde keine Änderung für die bestehenden Gesetze bedeuten.

Argumente dafür, mit Nein zu stimmen:

- Seit Beginn der Rennen im Jahr 1935 hat es keinen bestätigten Fall von Tierquälerei eines Rennhundes auf einer öffentlichen Rennstrecke in Massachusetts gegeben. (Ministerium für Landwirtschaft des Staates Massachusetts)

- 99,85 % aller in Massachusetts bei Rennen eingesetzten Windhunde beenden ihre Karriere in gutem Gesundheitszustand und OHNE Verletzungen. (Rennkommission von Massachusetts)

- Die Windhund-Rennstrecken in Massachusetts haben erreicht, dass 100% aller ausgeschiedenen Windhunde adoptiert werden.

Argumente dafür, mit Ja zu stimmen:

- Auf kleineren Rennstrecken fristen Tausende von Windhunden ein Leben in Gefangenschaft und werden täglich 20 Stunden und länger in Käfigen gehalten, in denen sie sich kaum aufrichten oder umdrehen können.

- Im Gegensatz dazu sind die Gehege für große Hunde der MSPCA fünfmal größer als die Käfige auf den Rennstrecken.

- Staatlichen Aufzeichnungen zufolge wurden seit 2002 mehr als 800 bei Rennen eingesetzte Windhunde verletzt, einschließlich Hunde mit gebrochenen Beinen, Lähmungserscheinungen, Schädelverletzungen und Herzstillstand mit Todesfolge.


- Beinahe 80% aller gemeldeten Verletzungen waren Beinbrüche. Die meisten Verletzungen sind schwerwiegend.



USA, MA: Question asks voters to stop dog racing
Posted by: "Nancy A. Mosher" nmosher@optonline.net nmoshers

Mon Oct 27, 2008 4:10 pm (PDT)

From www.newburyportnews.com The Daily News of Newburyport -
Newburyport,MA,USA


Question asks voters to stop dog racing
By Katie Curley
Staff writer

NEWBURYPORT - This campaign is focusing on stark images: viedos of a
greyhound dog tumbling mid-race and skidding across the track before
slamming into a barrier wall, and photographs of cramped and dingy
conditions the dogs live in.

Dog activists hope those images will make the difference Nov. 4 when
Question 3, to ban greyhound dog racing, goes before voters.
The images are included on the website of the Protect Dogs organization, the
sponsors of the ballot question. But those who oppose the ban say voters
must have a critical eye when reading statistics and viewing media
presentations.


"We don't feel there is any mistreatment of cruelty going on at the tracks,"
Holly Stump of the North Shore Kennel Club said. "This is an initiative
where there are people who have an ideology about dog racing and just don't
like the sport."

According to the ballot question supported by the Humane Society of the
United States, the Animal Rescue League of Boston, Grey2k USA and the
Massachusetts Society for the Prevention of Cruelty to Animals, the law
would make dog racing where any form of betting or wagering is present
illegal in the Bay State.

Any person violating the law would be subject to civil penalty of more than
$20,000 . The law would go into effect in January 2010, slowly phasing out
the two dog racing parks in the state - Wonderland in Revere and Raynham
Park outside of Taunton.

"We do feel there is a strong chance of this passing," Brian Adams,
spokesperson for the MSPCA said. Having not been involved when a similar
question went before voters in 2000, the MSPCA believes their support of the
latest version of the bill will give the ballot question a needed boost this
time around. "Right now we are ahead in the polls in terms of a yes vote.
People came out and signed the petition to get it on the ballot in the first
place."

Opponents of the question are urging voters not to buy into allegations the
greyhounds are subjected to inhumane treatment, and say the elimination of
thousands of jobs and tax dollars would do more harm than good.

Massachusetts Animal Interest Coalition has created a Web site "protect dogs
and jobs" to urge voters to vote against the ban.

A statement from Linda Jenson, President of Racing Owners Assisting Racers
Inc., says the ban would lay off at least 1,000 full and part time workers.
She argues the facts presented about racing and licensed tracks are "open to
serious dispute."

"The backers of Question 3 are part of a fundraising machine that moves from
state to state, putting initiatives and referenda on the ballot, enlisting
local support and raising money," the statement said.

Kennel club opposed
Meanwhile, North Shore Kennel Club has come out in opposition of the ballot
question. The club, based in Middleton, serves as a liaison for dog owners
and the public.

"If you really look at the numbers, out of the two tracks in Massachusetts
with 465,000 dogs at the start lines there is a .15 injury rate," Stump
said. "That's about 800 injuries in the past 10 years."

Stump said her club is opposing the end to greyhound racing, noting almost
100 percent of greyhounds are adopted after their racing days are over and
due to recent changes within the industry over the past five years,

conditions are not what question supporters believe.
"The groups for the question often use older statistics from 2002 or 2000.
If you look at what has been done, dogs are getting adopted and the races
have adoption programs," Stump said. "The dirty conditions don't exist.
George Carney (of Raynham Race Track) has been visited by MSPCA countless
times over 40 years and has never been written up and Brian Adams of the
MSPCA will readily admit this."


Stump noted the rate of injury to a greyhound in less than a high school
athlete statistically.


"I know many of the videos they use aren't even in this state," Stump said.
"If the conditions were really that heineous and mistreatment was going on
there would be reasons to write these tracks up."


At Pawsitively Pets on State Street, owner Pamela Corkum said last weekend
representatives from Retired Greyhounds as Pets of Seabrook, an organization
which operates out of the racing park, stood outside her store advocating
for the adoption of retired greyhounds but the discussion got political
quickly.


"The conversation really got heated," she said. "People are all over the
board on this one."

Statistics

According to the State Racing Commission, Since 2000 dog racing parks and
tracks have contributed approximately $40 million to the state in taxes,
fees and commissions and provided jobs for over 1,000 people.

According to the Protect Dogs organization, greyhounds are kept in cages for
more than 20 hours a day and in one month in 2005 19 dogs at Wonderland
Greyhound Park died from a mysterious illness. In late 2003 and early 2004,
greyhounds at Wonderland tested positive for cocaine.

Proponents of the protection act also reference state records which state
more than 800 racing greyhounds have been injured since 2002 including dogs
who suffered broken legs, paralysis, head trauma and death from cardiac
arrest.

Though Corkum said she has not read up on each side of the debate, her
biggest concern is with the conditions and life the dogs experience.

"Just speaking from personal opinion, I think the dogs may do better if they
had a home rather than be kenneled up," she said. "The dogs are bred to run
and they love to run so it's not that, but if there was some sort of
sporting event where they could go to a home after that seems more humane
than keeping them kenneled up together."


QUESTION THREE AT A GLANCE


This proposed law would prohibit any dog racing or racing meeting in
Massachusetts where any form of betting or wagering on the speed or ability
of dogs occurs.The State Racing Commission would be prohibited from
accepting or approving any application or request for racing dates for dog
racing.Any person violating the proposed law could be required to pay a
civil penalty of not less than $20,000 to the Commission. The penalty would
be used for the Commission's administrative purposes, subject to
appropriation by the state Legislature. All existing parts of the chapter of
the state's General Laws concerning dog and horse racing meetings would be
interpreted as if they did not refer to dogs.These changes would take effect
January 1, 2010. The proposed law states that if any of its parts were
declared invalid, the other parts would stay in effect.


A YES VOTE would prohibit dog races on which betting or wagering occurs,
effective January 1, 2010.


A NO VOTE would make no change in the laws governing dog racing.
Argument to vote no:
- Since racing started in 1935 there has not been one recorded case of
animal abuse involving a racing greyhound at a regulated track in
Massachusetts. (Department of Agriculture, State of Massachusetts)

-99.85% of greyhounds racing in Massachusetts come off of the track healthy
and with NO injuries. (Racing Commission, State of Massachusetts)


- Greyhound Tracks in Massachusetts have achieved 100% adoption for all
retired greyhounds.

Argument to vote yes:

- At local racetracks, thousands of greyhounds endure lives of confinement,
kept for 20 or more hours each day in cages barely large enough to stand up
or turn around in.


- By contrast, the runs used for large dogs at the MSPCA are five times
larger than racetrack cages.

- According to state records more than 800 racing greyhounds have been
injured since 2002, including dogs who suffered broken legs, paralysis, head
trauma and even death from cardiac arrest. A greyhound is injured every
three to four days in Massachusetts.

- Nearly 80% of all reported injuries were broken legs. Most injuries are
serious