Rennhunde aus Birmingham werden Opfer von Hunger und Vernachlässigung
USA 20.12.07

Pressemitteilung der Greyhound Protection League

In Athens, Alabama, wird ein Mann, der eine Greyhound-Vermittlungsstelle wie ein Konzentrationslager betrieben hat, wegen Tierquälerei angeklagt

Rennhunde aus Birmingham werden Opfer von Hunger und Vernachlässigung

Limestone County, Alabama

Marion Kimberly Key, Einwohner von Athens und Vorsitzender der Greyhound Retired Racers Adoptionsvermittlung, wird in mehreren Fällen mit dem Missbrauch und der Vernachlässigung von mindestens acht Greyhounds und einem afghanischen Windhund konfrontiert. Eine Anhörung ist für 9.00 Uhr am Mittwoch im Limestone County Courthouse angesetzt. Key bekam die meisten seiner Windhunde von der Rennbahn in Birmingham. Die Hunde waren für die Adoption vorgesehen, aber Adoptionen fanden selten statt. Key scheint den Verstand verloren zu haben und dem Animal-Hoarding verfallen zu sein, ohne zu erkennen, dass die Tiere in seiner „Pflegestelle“ entsetzlich leiden.

Anfang September wurde gegen Key Anklage erhoben, nachdem der Deputy Sherrif von Limestone County einer Beschwerde nachgegangen war, der zufolge er die Körper mehrerer toter Windhunde in Käfigen auf dem Wohnsitz von Key entdeckt hatte. Ferner fand er vier weitere Hunde in Käfigen, die kaum noch am Leben waren – drei Greyhounds und einen afghanischen Windhund.

Die vier Überlebenden wurden ins Limestone County Tierheim gebracht. Einer der Greyhounds starb auf dem Weg dorthin; ein zweiter starb am nächsten Tag. Unter Keys „Pflege“ hatten die Hunde bei einem Gewicht von nur 18 Pfund mehr als zwei Drittel ihres ursprünglichen Körpergewichts verloren. Der afghanische Windhund und der dritte Greyhound wurden von Dr. Pittman gesund gepflegt und einen Monat später adoptiert.

Deputy Sheriff König, der auf dieses Haus des Schreckens gestoßen war, war nicht der erste, der in der Abteilung des Sheriffs auf Probleme in der 17107 Andrews Street aufmerksam gemacht worden war. Formelle schriftliche Beschwerden wegen Tierquälerei waren gegen Key bereits im Februar 2006 eingegangen, als Windhund-Anwältin Mary Prather den weiten Weg aus South Carolina angereist kam, um sich persönlich ein Bild über die Bedingungen in Keys Pflegestelle zu machen und Hinweisen nachzugehen, die sie von einem Einwohner vor Ort bekommen hatte. Die Greyhound Protection League (GPL) engagierte Steve, einen Privatdetektiv, um ihr bei den Untersuchungen zu helfen und um die Verbindungen zu den lokalen Behörden in der Region herzustellen.

Von außen machte das Haus einen unheimlich ruhigen Eindruck; dunkle Vorhänge und Bretter unter den Fenstern. Was Steve und Mary vorfanden, als sie schließlich Zugang zum Haus bekamen, war furchtbar schockierend. Der Gestank von Urin und Abwasser war so überwältigend, dass sie kaum atmen konnten, die Wände und Böden waren tapeziert mit Urin und Kot. Es war offensichtlich, dass seit Monaten nicht mehr sauber gemacht worden war. Jedes Zimmer in dem kleinen, herunter gekommenen Haus war voll gepackt, von Wand zu Wand, mit gestapelten Käfigen. Die 55 lethargischen Windhunde lagen gefangen in Käfigen in ihrem eigenen Kot und Urin. Viele von ihnen waren fürchterlich dünn und litten unter eiternden Wunden und anderen unbehandelten Verletzungen. Die Hunde waren offensichtlich nicht auf die Anwesenheit von Menschen vorbereitet und hatten sich darauf eingestellt, ihrer höllischen Existenz, die ihre alltägliche Realität geworden war, nie mehr zu entkommen. Herr Key räumte ein, dass er die Hunde in Bezug auf den Gestank und den Dreck, der ihn umgibt, nur selten aus ihren Käfigen lassen würde. Mary überzeugt Key, ihr vier Greyhounds zu verkaufen. Diese vier werden nach Florida transportiert, wo sie über Monate hinweg medizinisch betreut werden. Ein Greyhound stirbt, weil sein zerstörter Körper den Kampf gegen eine Nierenerkrankung, die durch Hunger und Durst verursacht wurde, nicht gewinnen kann.

Eine Woche später kehrt Mary, in Begleitung von Steve, Deputy Sheriff Mike Boyle und Tierarzt Dr. Pittman, zurück zu dem Haus. Deputy Boyle weigert sich wegen des Gestanks, das Haus zu betreten. Als Keys Ehefrau 40 der verbleibenden 51 Hunde freigibt, macht sich Bob Varnberg sofort auf den Weg von Florida nach Alabama, um die Hunde in einem geliehenen Windhund-Anhänger abzuholen.

Als Bob ankommt, weigert sich Key hartnäckig, alle versprochenen Hunde herauszugeben, es hilft kein Betteln und kein Flehen, auch kein Geldangebot. Nur 19 der 51 Greyhounds können vor Folter und Tod gerettet werden, denen letztlich die 32 zurückgelassenen zum Opfer fallen werden. Die dringendsten Fälle werden zu Marilyn Varnberg in medizinische Pflege gebracht.

Mit gebrochenem Herzen macht Mary weiter und verfasst Beschwerden an Sheriff Blakley, an den Alabama Animal Control und an das Gesundheitsamt. Außer dem Versprechen von Dr. Pittman, er würde sich mit monatlichen Besuchen weiterhin ein Bild vor Ort verschaffen, ist keine der lokalen Agenturen bereit, sich für die Hunde einzusetzen.

Anonyme Quellen haben ergeben, dass vier weitere Greyhounds im Jahr 2007 freigelassen wurden, und dass die Körper der anderen Hunde, die in den darauf folgenden Monaten starben, ohne viel Aufhebens von Key entsorgt wurden.

„Alle Hunde wären heute am Leben, wenn die lokalen Behörden vor einem Jahr gehandelt hätten“, sagt die GPL-Präsidentin Susan Netboy. „Aber der Sheriff weigerte sich etwas zu tun, obwohl ein klarer Beweis dafür vorlag, dass diese hilflosen Tiere einer Person ausgeliefert waren, deren geistiger Verfall so weit fortgeschritten war, dass sie nicht mal mit einer Schale Futter versorgt werden konnten. Ihr tragischer Tod liegt in erster Linie in der Verantwortung der lokalen Behörden, die nichts unternommen haben.“

Hier ist der Artikel, wie er in der Zeitung erschien ist:

http://www.al.com/news/huntsvilletimes/index.ssf?/base/news/119754136317830



Press release from Greyhound Protection League


Athens Man Who Operated a Dachau-Style Greyhound adoption Facility faces

Animal Abuse charges


Birmingham Race Dogs Fall Victim to Starvation and Neglect


Limestone County, Ala. - Athens resident, Marion Kimberly Key, who presided

as President of the Greyhound Retired Racers adoption group faces several

counts of animal abuse and neglect for the starvation of at least eight

greyhounds and one Afghan hound. A hearing is scheduled for 9 a.m.,

Wednesday in the Limestone County Courthouse. Key had obtained the majority

of his greyhounds from the Birmingham Racecourse. The dogs were intended

for adoption, but adoptions rarely occurred. Key seems to have fallen over

the edge of sanity and into hoarding mode, barely recognizing the suffering

inflicted on the dogs in his care.


Charges were filed against Key in early September when a Limestone County

sheriff's deputy who was investigating a complaint at the Key residence

discovered the bodies of several dead greyhounds in cages. Four barely

surviving, but live dogs were also found in cages - three greyhounds and one

Afghan hound. The four survivors were transported to the Limestone County

Dog Pound. One of the greyhounds, died en route; a second died the next

day. Weighing only 18 pounds, the dogs had lost more than two thirds of

their body weight under Key's care. The surviving Afghan and greyhound were

nursed back to health by Dr. Pittman and adopted out a month later.


Deputy Sheriff King, who stumbled upon this house of horrors, was not the

first in the Sheriff's department to be alerted to problems at 17107 Andrews

Street. Formal written complaints of animal abuse were lodged against Key

back in February of 2006, when greyhound advocate, Mary Prather, traveled

all the way from South Carolina to personally investigate concerns from a

local resident about conditions at the adoption facility. The Greyhound

Protection League (GPL) hired Steve, a private investigator, to assist in

the investigation and provide local connections to authorities in the area.


>From the outside, the house was eerily quiet, dark curtains and boards

covered the windows. What Steve and Mary found when they were finally

allowed into the house was utterly shocking. The stench of urine and raw

sewage was so overwhelming that they could hardly breathe; the walls and

floors were caked with urine and feces. It was evident that no attempt had

been made to clean for months on end. Every room in the small, dilapidated

house was crammed with wall to wall stacked cages. The 55 lethargic

greyhounds imprisoned in the cages were lying in their own feces and urine.

Many were desperately thin and suffering from ulcerating sores and other

untreated medical conditions. Many of the dogs were non-responsive to the

presence of humans and appeared to have given up on the possibility of ever

leaving the hellish existence that had become an everyday reality. Mr. Key

who admitted that he rarely let the dogs out of their cages appeared to be

oblivious to the stench and filth that surrounded him. Mary convinced Key

to let her purchase four greyhounds who were transported to Florida where

they received months of medical care. One died because her ravaged body

could not battle the kidney disease that had been caused by starvation.


A week later, Mary returned to the house accompanied by Steve, Deputy

Sheriff Mike Boyle and animal control veterinarian Dr. Pittman. Deputy

Boyle refused to enter because of the stench. When Key's wife agreed to

release 40 of the 51 remaining dogs, Bob Varnberg immediately started the

drive from Florida to Alabama to pick up the dogs in a borrowed

greyhound-hauling rig. When Bob arrived, Key stubbornly refused to release

all of the promised dogs, no amount of pleading, threatening, or money would

change his mind. Only 19 of the 51 greyhounds escaped the torture and death

that ultimately befell the 32 that were left behind. Those in the dire

need of medical attention were taken to Marilyn Varnberg for care.

Heartbroken, Mary continued to file complaints with Sheriff Blakley, animal

control and the health department. Except for a promise from Dr. Pittman

that he would follow up with monthly visits, none of the local agencies

would intervene on behalf of the dogs. Anonymous sources have revealed that

four additional greyhounds were released in 2007, and that the bodies of the

other dogs that died over the ensuing months were unceremoniously disposed

of by Key.


"All the dogs would be alive today, if local authorities had intervened a

year ago," said GPL President Susan Netboy. "But the Sheriff refused to

act, despite clear evidence that these helpless animals were in the care of

an individual whose mental deterioration precluded even giving them a bowl

of food. Their tragic deaths lie primarily at the feet of the local

authorities who did nothing."


Here's the article as it appeared in the newspaper


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