Verletzungen bei Renn-Hunden nehmen zu, mehr Beinbrüche bei Grey's
Die Tierärztin Jenifer Barker sagte, dass in den 1990er-Jahren jeder Zwinger einer Hunde-Rennbahn mehrere Helfer angestellt hatte. Heute tendiert die Zahl der Angestellten eher zu zwei Helfern pro Zwinger.


(Dairyland - Rennbahn/Artikel Milwaukee - Journal von DON WALKER)
Bevor es raus zum Rennen geht, warten Greyhounds darauf, gewogen und untersucht zu werden.

Ein gebrochenes Bein oder Sprunggelenk gilt als ernsthafteste Verletzung, die sich Hunde auf der Rennbahn zuziehen können.

Alles in allem wurden auf der Rennbahn 462 Verletzungen im letzten Jahr registriert; das ist ein Anstieg von 19 % im Vergleich zum Jahr 2006.

Von den 462 Verletzungen bei Hunden im letzten Jahr waren 363 Verletzungen des Muskelgewebes, Bänderzerrungen, Bänderrisse oder Brüche. Einige Rennbahn-Eigentümer beklagen seit Jahren, dass die Spielaufsichtsbehörde, die das Regular für Rennbahnen aufstellt und Verletzungsstatistiken führt, alle Verletzungsarten in einen Topf wirft und relativ harmlose Verletzungen wie Nagelbruch oder Verletzungen der Rute mit den ernsteren Verletzungen gleichsetzt.

Der Bericht des Jahres 2007 unterscheidet zwischen eher ernsthaften Verletzungen und den kleineren Verletzungen.

Fragt man die offiziellen Stellen, warum immer mehr Hunde sich ein Bein beim Rennen brechen, so erfährt man, dass eine Vielzahl von Faktoren dafür verantwortlich gemacht werden, darunter die Beschaffenheit der Bahn, die Rennqualitäten der Greyhounds und das Wetter. Greyhounds rennen das ganze Jahr über auf der Bahn, die 1990 eröffnet wurde und die die letzte, verbliebene Rennbahn des Staates ist.

Jenifer Barker, eine staatliche Tierärztin, die auf der Bahn von Dairyland die meisten verletzten Hunde behandelt, macht die Beschaffenheit der Rennstrecke und den desolaten Zustand der kommerziellen Hunderennen-Branche für den Anstieg der Verletzungsrate verantwortlich.

Laut Bill Apgar, dem Direktor der Rennbahn, wurde die Rennstrecke seit 1995 nicht erneuert. Trotzdem, so behauptet Apgar, sei die Strecke für die Hunde permanent gewartet und gepflegt worden.

„Niemand mag Verletzungen,” sagte er. “Aber dies ist ein athletischer Wettbewerb und Verletzungen kommen nun mal vor. Wir scheuen keine Kosten, um die Strecke so sicher zu machen wie wir können.”

Apgar sagte, die Rennbahn hätte vier Vollzeitkräfte, die die Strecke warten plus drei Teilzeitkräfte. Zusätzlich würden sich ein Instandhaltungsbeauftragter, der Co-Direktor und Apgar selbst um die Bahn kümmern und diese regelmäßig überprüfen.

Apgar meint, dass nicht jede Verletzung auf die Bahn selbst zurückzuführen sei. „Ein Drittel dieser Verletzungen entstehen, wenn die Hunde sich in Kurven gegenseitig rempeln. Andere Verletzungen könnten genetische Ursachen haben. Vielleicht wurde der Hund angerempelt und zeigte zunächst keine Reaktion und beim nächsten Rennen bricht er zusammen,“ sagte er.

Barker sagte, ihre Tierarztkollegen hätten keine Richtwerte darüber, wie oft eine Rennstrecke erneuert werden müsse, aber der Erfahrungswert liege bei drei bis fünf Jahren.

Experten der Hunderennen-Branche hegen unterschiedliche Meinungen darüber, wie eine gut gepflegte Rennstrecke beschaffen sein muss. Einige sagen, der beste Untergrund ist ein harter Untergrund; andere sagen, ein Untergrund, der eher nachgibt, kann das Verletzungsrisiko minimieren.

Barker sagte ferner, dass die kommerziellen Hunderennen seit Jahren rückläufig sind, weil sie sehr unterschiedlich wahrgenommen werden und immer wieder in der Kritik stehen und weil der Einfluss der Casinos, wo Spielwütige sich austoben können, zunimmt.

„Einige sprechen bereits vom Sterben der Branche,“ sagt sie. „Das Geld schwindet und es gibt nicht mehr die starke Unterstützung, die der Branche einst zuteil wurde.“

Barker erinnert sich an die 1990er-Jahre, wo jeder Zwinger mehrere Helfer angestellt hatte. Heute tendiert die Zahl der Angestellten eher zu zwei Helfern pro Zwinger.

Dan Subach, Chef des Wettbüros von Dairyland, sagte, dass viele Faktoren eine Rolle bei Verletzungen spielen, und dass alle Parteien versuchen die Häufigkeit der Verletzungen zu beziffern.

„Es ist ein enormer Aufwand, den viele Parteien betreiben ... um hoffentlich einen positiven Einfluss zu erzielen“, sagte er.

Laut Subach spielt das Wetter eine Rolle bei den Verletzungen in Dairyland. Die Hunde sind Regen, Wind, Schnee, Graupel und sehr kühlen Verhältnissen ausgesetzt.

„Und was dazu kommt, ist, dass Dairyland nicht mehr so gute Hunde wie noch vor einigen Jahren hat “, sagt Subach. „Und dieser Qualitätsverlust mag an den vorangegangenen Verletzungen liegen. Schließlich werden Hunde, wenn Sie gut rennen, auch zu anderen Rennstrecken gebracht.“

„Wir wollen die Zwinger, die Ausbildung und das Training kontrollieren und wir wollen sicherstellen, dass nur gesunde Tiere auf die Rennstrecken kommen.“

Neben den Pari-Mutuel-Wetten bei Greyhound-Rennen bietet die Rennbahn auch simulierte Pferde- und Greyhoundrennen aus dem ganzen Land an. Im Jahr 2006 erwirtschaftete das Unternehmen einen Verlust von 2,84 Millionen Dollar; auch für das Jahr 2007 erwarten Rennbahn-Besitzer einen Millionen-Verlust.

Die Eigner von Dairyland warten auf die staatliche Förderung von mehr als 800 Millionen Dollar für den Bau eines Casinos auf dem Gelände der Hunde-Rennbahn.

Der Stamm der Menominee-Indianer hat die Option, die Rennbahn für 40,5 Millionen Dollar zu kaufen. Der Stamm ist Partner der Mohegan-Indianer in Connecticut, die den Komplex kaufen und weiterhin Hunderennen veranstalten wollen. Die Mohegan würden das Kasino für sieben Jahre lang managen.


Greyhound dogs wait to be weighed and checked for any problems before going
out to race.

A broken leg, or hock, is considered to be one of the most serious injuries
a greyhound can suffer at a track.

In all, a total of 462 injuries were reported at the track last year, a 19%
increase from 2006.

Of those 462 injuries last year, 363 involved dogs that suffered
muscle-related injuries, sprains or fractures. Track owners have complained
for several years that the state's Gaming Division, which regulates the
track and compiles injury statistics, throws together relatively minor
injuries like nail or tail injuries along with the more serious injuries.

The 2007 report makes a distinction between the more severe injuries and the
minor ones.

Asked to explain why more dogs are breaking their legs, state officials
pointed to a number of factors, including the condition of the track, the
race quality of the greyhounds and the weather. Greyhounds run year-round at
the track, which opened in 1990 and is the state's last remaining dog-racing
track.

Jenifer Barker, a state veterinarian on site at Dairyland who treats most of
the injured dogs at the track, cited the condition of the track's surface
and the overall deterioration of the greyhound industry in general as
reasons for the increased injury rate.

The track has not been completely resurfaced since at least 1995, according
to Bill Apgar, the track's general manager. However, he said, the track is
constantly maintained and groomed for the dogs.

"Nobody likes injuries," he said. "This is an athletic contest, and injuries
do happen. We spare no expense in making the track as safe as we can."

Apgar said the track employed four full-time employees to groom the track,
plus three part-timers. In addition, a maintenance director, the track's
racing director and Apgar himself monitor the track, he said.

Apgar said that not every injury is attributable to the track itself. "A
third of these injuries were injuries when the dogs were bumped in turns.
Other injuries could be the result of genetics. Maybe the dog got bumped,
didn't show any effects right away and the next time he ran, he broke down,"
he said.

Barker said her veterinary peers around the country did not have a set
policy on how often a track needs to be resurfaced, but said a rule of thumb
is every three to five years.

Industry experts have differing opinions on what constitutes a
well-maintained track that minimizes injury. Some say a hard surface is the
best surface; others say a more forgiving surface can minimize injury.
Barker also said the greyhound industry has been in decline for years, a
victim of differing tastes and the growth of casino gambling.

"Some have called it a dying industry," she said. "There's not much money in
it, and there isn't as high caliber of help as there used to be."

Barker recalled a time in the 1990s when each kennel at a dog track would
have several helpers on duty. Today the average is more like two helpers per
kennel.

Dan Subach, the Gaming Division's chief steward at Dairyland, said a number
of factors played a role in the number of injuries. But all parties are
trying to address the frequency of injuries.

"It will take enormous efforts by numerous parties. . . to hopefully have a
positive impact on this," he said.

According to Subach, weather plays a role in injuries at Dairyland. The dogs
are subjected to rain, wind, snow, sleet and very dry conditions.

"And there is a concern that the quality of dogs Dairyland is getting is not
as good as they've seen in the past," Subach said. "And that quality may be
related to past health issues, or previous injuries. Finally, when dogs run
well, they tend to be moved out to other tracks.

"We want to look at the kennels and the education and training at the
kennels, and make sure they are putting a sound animal on the track."

Besides pari-mutuel greyhound racing, the track also offers simulcast horse
and greyhound racing from around the country. In 2006, the track reported it
had lost $2.84 million; track owners say they expect to report they lost
millions in 2007.

The owners of Dairyland are awaiting federal approval of a proposed more
than $800 million casino-convention center project that would be built on
the grounds of the dog-racing track. The Menominee tribe has an option to
buy the track for $40.5 million. The tribe is partners with the Mohegan
tribe in Connecticut to build the complex and continue live dog racing. The
Mohegans would develop and manage the casino for seven years.