|
Mondo`s Odyssee
|
|
Der 10. Juni 2009 ist ein herrlicher Sommertag.
Gleich nach dem Frühstück begebe ich mich mit Hubert auf unsere heimische Jogging-Route. Die Galgos Luna 11 Jahre alt und Mondo 6 Jahre alt sind selbstverständlich dabei. Auf einem Waldweg sehen wir von weitem 2 größere Hunde auf uns zukommen. Da Frauchen diese ableint, tun wir dasselbe mit unseren Tieren. Ein harmloses freundliches Beschnuppern findet statt. Plötzlich, wir wollen schon weitergehen, setzt die 13 Jahre alte Mischlings-Schäferhündin Mondo nach. Im Bruchteil einer Sekunde reißt sie ihm ein faustgroßes Loch in den linken Bauchlappen (Haut zwischen Bauch und Hinterlauf). Erst der Schock, nach ein paar Sekunden heult Mono auf. Hubert hält ihn geistesgegenwärtig fest. Er steht in unmittelbarer Nähe. Wir gehen zur 200 m entfernten Strasse zurück. Trotz der schweren Verletzung kann Mondo gehen und blutet nicht (Schockzustand) Hubert wartet mit Mondo, während ich Luna nehme und zu Hause das Auto hole. Ca. 90 Minuten nach dem Vorfall liegt Mondo auf dem Behandlungstisch von Dr. Zeidler in Forsbach. Vollnarkose und Operation sind erforderlich. Nach Stunden können wir den Rüden abholen. Zunächst erläutert uns der ernstblickende Tierarzt den Zustand des Tieres, sowie den durchgeführten Eingriff und "stielt" uns auf eine wochenlange Pflegezeit ein. Dann wird ein "Häufchen Elend" von Hund hereingeführt. Noch benommen kann er kaum auf den Beinen stehen. Die Operationswunde sieht bedenklich aus. Im Bereich des Bauchlappen musste das große Loch durch gar zu dünne Hautlappen zusammengenäht werden. Eine daumengroße Öffnung bleibt zurück. Die Wunde ist täglich zu spülen, und tropft Tag und Nacht für die nächsten 2 Wochen. Eine Vollüberwachung rund um die Uhr ist erforderlich, da der Hund die Wunde nicht lecken darf. Wegen des Bewegungsvermögens eines Windhundes ist ein Halskragen zwecklos. Dr. Zeidler gelingt nun das Kunststück, die Öffnung weitgehend zu verschließen. Es gibt an dieser Stelle wenig Hautmaterial. Man kann auch nicht einfach von den anliegenden Partien "heranziehen" da weitgehend Bewegungsfreiheit für den Hinterlauf gewährleistet sein muss. Dr. Zeidler, dem unser besonderer Dank gilt, nennt Mondo einen Helden. Mit sprichwörtlicher Galgo-Tapferkeit hat dieser alle Prozeduren klaglos über sich ergehen lassen. Nun ist er munterer als je zuvor. Wunderbar!!!! Rösrath, 02.08.09 |